Neue LED-Beleuchtung auf dem Vodno „zum ersten Mal überhaupt": Der Bürgermeister prahlt, aber warum lag der Berg so viele Jahre im Dunkeln?
08.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Das Statistische Amt veröffentlichte Zahlen, die wie eine Erleichterung klingen - aber nur, wenn man nicht zu weit zurückblickt. Die Lebenshaltungskosten sanken im Juni um 0,5 Prozent gegenüber Mai. Lebensmittel wurden billiger, und auf den ersten Blick atmet der Geldbeutel auf.
Das Problem liegt im Jahresbild. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres sind die Lebenshaltungskosten um 3,4 Prozent höher, und die Einzelhandelspreise stiegen um 3,6 Prozent. Mit anderen Worten: Der monatliche Rückgang ist eine winzige Pause in einer Aufwärtslinie, die seit Jahren anhält. Ein einziger Rückgang um ein halbes Prozent gibt nicht das Geld zurück, das die Inflation in den Vormonaten aufgefressen hat - es bedeutet nur, dass es diesen Monat nicht teurer wurde.
Schaut man, was im Jahresvergleich am meisten stieg, wird das Bild konkret. Alkohol und Tabak stehen mit einem Anstieg von 9,3 Prozent an der Spitze, gefolgt vom Verkehr mit 6,2 Prozent. Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 2,5 Prozent, und fast ebenso stark Wohnen, Wasser, Strom und Kommunikation. Möbel und Haushaltsausstattung stiegen um 4,2 Prozent. Also - fast alles, was man zum Leben kaufen muss.
Die offizielle Botschaft wird lauten, die Inflation beruhige sich, und statistisch stimmt das für Juni. Doch die Familie, die jede Woche ihren Korb füllt, spürt nicht die Statistik - sie spürt die Gesamtsumme von über zwanzig Monaten Preissteigerungen. Wenn die Regierung mit einem monatlichen Rückgang prahlt, lohnt die Frage: im Vergleich wozu? Wenn die Preise um ein halbes Prozent fielen, nachdem sie in einem Jahr um rund zehn Prozent gestiegen sind, ist das kein Sieg - es ist eine Atempause. Die Frage ist, ob darauf echte Ruhe folgt oder nur ein neuer Zyklus nach oben.
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