Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine
25.05.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Europäische Union bereitet eine neue Handelsfront gegen billige chinesische Importe vor. Am 29. Mai wird die Europäische Kommission mehrere mögliche Maßnahmen prüfen - neue Zölle für strategische Sektoren, Antidumping-Verfahren und Regeln, die EU-Unternehmen ermutigen, die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten zu verringern.
Die Zahlen sind dramatisch. Das Handelsdefizit der EU mit China erreichte 2025 360 Milliarden Euro. Chinesische Importe von 559 Milliarden, europäische Exporte deutlich geringer. Zusätzlich treten neue Probleme bei billigen Sendungen über Online-Plattformen auf, die das traditionelle Export-Import-System umgehen. Die EU hat bereits angekündigt, dass zollfreie Importe für Pakete unter 150 Euro 2026 enden.
Für Europa ist das eine Frage des industriellen Überlebens. Chemie, Maschinen, Elektrotechnik, grüne Technologiekomponenten - alles steht unter chinesischem Druck. Wenn der aktuelle Trend anhält, werden in wenigen Jahren viele europäische Produktionen wirtschaftlich nicht mehr funktionieren.
Für den Balkan ist das keine direkte Frage - aber die indirekten Folgen sind ernst. Wenn die EU Zölle einführt, die chinesische Waren teurer machen, werden die Endkundenpreise in unserer Region steigen - denn Mazedonien importiert einen großen Teil dieser billigen Konsumgüter über EU-Vertriebsketten. Andererseits, wenn die EU ihre Industrien schützt, kann das Raum für regionale Hersteller öffnen. Eine Frage mit zwei Seiten derselben Medaille.
China hat bereits gewarnt, es könne Gegenmaßnahmen einführen. Das ist diplomatische Rhetorik, aber auch ein reales Risiko. Die europäische Strategie muss so abgewogen sein, dass sie keinen Handelskrieg auslöst, dessen Preis am Ende alle zahlen. Vielleicht muss Brüssel zum ersten Mal seit Jahren komplexe wirtschaftliche Rechnungen anstellen, statt sich ausschließlich auf politische Prinzipien zu verlassen.
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