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Roaming zwischen Mazedonien und der EU öffnet sich endlich - Mandat am 3. Juni, erstes Ergebnis 2027, regionales Roam like at Home läuft seit 2021

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Roaming zwischen Mazedonien und der EU öffnet sich endlich - Mandat am 3. Juni, erstes Ergebnis 2027, regionales Roam like at Home läuft seit 2021

Mazedonier, die in die EU reisen, zahlen vielleicht bald Heimatpreise für Roaming - aber "bald" heißt in diesem Kontext frühestens 2027. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, den "Roam like at Home"-Rahmen auf sechs westbalkanische Partnerländer auszuweiten, Mazedonien eingeschlossen. Die EU-Botschafter prüfen und genehmigen das Verhandlungsmandat offiziell am 3. Juni 2026, gefolgt von der ministeriellen Bestätigung.

Was bedeutet das im Moment konkret? Nichts Greifbares für die Nutzer. Der Prozess wird geöffnet - nicht die Preise. Die Preise bleiben genau dort, wo sie sind, bis die technischen Vorbereitungen, die regulatorische Angleichung und die Koordination der Betreiber mit den EU-Telekommunikationsregeln abgeschlossen sind. Das hat innerhalb der EU selbst Jahre gedauert.

Was funktioniert bereits? Das regionale Roaming-Abkommen innerhalb des Westbalkans ist seit dem 1. Juli 2021 aktiv. Das heißt, Mazedonier, die nach Serbien, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro oder ins Kosovo reisen, zahlen schon jetzt Heimattarife. Hinzu kommt: Das Abkommen zur Senkung der Datenroaming-Preise zwischen der EU und der Region trat am 1. Oktober 2023 in Kraft. Das ist eine Etappe - Senkung, nicht Aufhebung.

Das Endziel ist, dass Bürger des Westbalkans, wenn sie in die EU reisen, dieselben Preise zahlen wie zu Hause - und umgekehrt. Das wäre der größte materielle Nutzen der EU-Annäherung für den durchschnittlichen mazedonischen Bürger. Nicht institutionell, nicht politisch - sondern konkret jeden Mai, wenn man in Griechenland Urlaub macht, oder jeden November, wenn man nach Zagreb fährt.

Für den Balkanbürger, der auf den Touristenrouten lange höhere Preise zahlte als Polen oder Rumänen, ist das eine längst überfällige Reform. Die EU hat sie für sich selbst seit 2017. Der Balkan bekommt sie zehn Jahre später. Das ist eine jener kleinen, aber realen Verbesserungen, die die Annäherung wertvoll machen. Aber - 2027 ist nicht 2026. Und wie bei allen EU-Prozessen heißt "bald" gewöhnlich "noch eine Weile".