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Eine Psychologin klassifiziert die acht Arten von Unsicherheit - und erklärt, warum soziale Medien jede verschlimmern

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Eine Psychologin klassifiziert die acht Arten von Unsicherheit - und erklärt, warum soziale Medien jede verschlimmern

Unsicherheit kommt nicht in einer Form. Manchmal sieht sie aus wie Perfektionismus, manchmal wie das Bedürfnis nach Bestätigung, manchmal wie ständiges Vergleichen. Die Psychologin Andrea Panadés sagt, dass sich in der Praxis acht Arten von Unsicherheit wiederholen - und die häufigste ist die, die uns die sozialen Medien bringen.

Die Klassifikation ist klar: körperliche Unsicherheit (rund um den Körper), soziale (Angst vor öffentlicher Bewertung), intellektuelle (Hochstapler-Syndrom), affektive (Verlassenheitsangst), vergleichende, berufliche, moralische und existenzielle. Alle sind echt. Alle hinterlassen Spuren. „Viele leben damit, sich mit anderen zu vergleichen", sagt Panadés, „und das wird durch soziale Medien intensiviert, wo alle in idealisierten Versionen dargestellt sind."

Für ein Balkanpublikum ist das ein Gespräch, das spät und nötig kommt. Psychotherapie ist bei uns immer noch stigmatisiert - wenn dein Vater sagt „warum gehst du zum Psychologen, das ist für Verrückte", haben wenige die Energie zu erklären, dass das nicht stimmt. Aber die Realität ist, dass alle Unsicherheiten haben - der Unterschied ist, ob wir uns mit ihnen beschäftigen oder sie unter den Teppich kehren, bis sie den Alltag verformen.

Was empfehlen Experten? Erkennen der konkreten Situationen, die die Angst auslösen. Ein innerer Dialog, der nicht hart ist. Kognitive Verhaltenstherapie hilft oft, wenn Unsicherheit aus Kritik, Ablehnung oder zu hohen Selbstansprüchen in der Kindheit kommt. Und am wichtigsten: verstehen, dass Selbstwertgefühl nicht ausschließlich von innen kommt - es nährt sich auch aus gesunden Beziehungen und aus Umgebungen, in denen Menschen sich wertvoll fühlen.

Ein Ratschlag, der einfach klingt: bevor du morgens Instagram öffnest, frag dich, wie du dich fühlst. Wenn du schon Gewicht auf den Schultern trägst, leg dir nicht noch einen Mantel fremder Darstellungen darüber. Eine kleine Gewohnheit. Sie löst nicht alles. Aber sie ist ein Anfang.