Sechzehn Festnahmen in vierundzwanzig Stunden, alle wegen Drogen: Die Polizei arbeitet - aber woher kommen so viele Leute?
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12.04.2026
Die bulgarische Investmentfirma „Kredi Yes" hat ihre Betriebslizenz in Mazedonien verloren. Eine einzige Bürgeranzeige führte zu einer außerordentlichen Prüfung. Was das Finanzministerium fand: ernsthafte Gesetzesverstöße, unsachgemäßer Umgang mit Kunden und Praktiken, die Bürger einem finanziellen Risiko aussetzten.
Das Wachstum von „Kredi Yes" in Mazedonien war explosiv. Sie kamen 2019 ins Land. Bis 2026 hatten sie 39 Filialen in 22 Städten. Von 14 Mitarbeitern 2021 auf 110 Mitarbeiter 2025. Einnahmen: von 287.000 Euro 2021 auf 4 Millionen Euro 2025, mit einem Gewinn von 1,14 Millionen - 30 Prozent mehr als im Vorjahr.
Und das alles in sechs Jahren. Das ist kein natürliches Wachstum - das ist die Expansion einer Firma, die weiß, dass der Markt für Schnellkredite in einem Land mit niedrigen Löhnen und hoher Inflation praktisch keinen Boden hat. Menschen am Rand der Finanzkrise nehmen Kredite mit drastisch hohen Zinsen, können sie dann nicht zurückzahlen, nehmen dann einen weiteren Kredit, um den ersten zu decken. Ein Kreislauf, der für die Firma bequem und für den Kunden katastrophal ist.
Das Finanzministerium sagt nun, die Aufsicht über Schnellkreditanbieter sei verschärft worden. 22 Strafen wurden gegen 16 Unternehmen allein im Jahr 2026 verhängt. Trotzdem bleibt die Frage offen: Was passiert mit den bestehenden „Kredi Yes"-Verträgen? Was passiert mit den 110 Mitarbeitern? Wer übernimmt die Kunden, die noch Raten zahlen?
Für die mazedonische Wirtschaft ist das ein Test. Können wir den Sektor der Schnellkredite regulieren, oder tauchen neue „Kredi Yes"-Firmen in anderen Formen wieder auf? Und VLEN - die schärfere Kontrollen gefordert hatten - steht da als politische Kraft, die sich diesen Erfolg auf die Fahnen schreiben kann. Die Frage ist, ob das System hält, wenn die nächste solche Firma auftaucht.
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