Skip to content

Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine

1 Min. Lesezeit
Teilen
Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine

Premierminister Hristijan Mickoski und der Bürgermeister von Skopje Orce Gjorgjievski trafen sich in der Regierung, um über Großprojekte in der Hauptstadt zu sprechen. Klassisch postete Gjorgjievski auf Facebook: „Skopje verdient viel. Skopje bekommt neue Energie, neue Dynamik, eine neue Perspektive."

Keine konkreten Projekte. Keine Budgetzahlen. Keine Fristen. Nur Symbolik und Rhetorik. Das ist mazedonische politische Kommunikation im Reinformat - ein Treffen zweier Parteifreunde, Fotos, Sätze, die gut klingen, aber niemanden zu nichts verpflichten.

Kontext: Mickoski ist Premier von VMRO-DPMNE. Gjorgjievski ist Bürgermeister von Skopje aus derselben Partei. Wenn eine Partei sowohl die Regierung als auch die Hauptstadt kontrolliert, sollte Koordination einfach sein. Trotzdem wird dieses Treffen als „historisch" angekündigt. Warum? Weil in der mazedonischen Politik jede Interaktion mit dem Premier als Symbol „echter Führung" inszeniert werden muss - auch bei routinemäßiger Verwaltungskoordination.

Die Frage, die unbeantwortet bleibt: Welche konkreten Projekte? Skopje wartet seit Jahren auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, auf die Sanierung der Straßen in den zentralen Bezirken, auf eine reale Finanzierung der kommunalen Budgets. Wie wird dieses Treffen in eine konkrete Entscheidung übersetzt, die die Bürger tatsächlich erreicht?

Die Realität hinter dem Foto: vor dem neuen Bild steht das alte Problem. Der Stadtzug ist immer noch nicht losgefahren. Der Abschnitt Zelenikovo-Gjorče Petrov hat offene Fragen zu den Terminen. Die öffentlichen Parkplätze im Zentrum Skopjes sind Chaos. Der Bitola-Zubringer - wird immer noch erwartet. Keines dieser Probleme wird durch ein solches Treffen gelöst. Die Bürger werden nach dem urteilen, was in den nächsten drei Monaten passiert - nicht nach dem, was gesagt wurde.