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Erdbeben der Stärke 3.5 in Skopje - 21 km östlich, keine Schäden - aber auch keine Sicherheit

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Erdbeben der Stärke 3.5 in Skopje - 21 km östlich, keine Schäden - aber auch keine Sicherheit

Ein Erdbeben mit Stärke 3.5 auf der Richterskala war am 23. Mai um 17:41 Uhr in Skopje zu spüren. Das Epizentrum - 21 Kilometer östlich der Stadt, in 5 Kilometern Tiefe. Laut der Seismologischen Beobachtungsstelle der PMF in Skopje lag die Intensität auf Stufe IV der europäischen makroseismischen Skala.

Für alle, die es spürten, war es eine Erinnerung daran, dass der mazedonische Boden nie wirklich ruht. Das Skopje-Becken ist seismisch aktiv. Historisch wurde die Stadt schon einmal von einem Erdbeben zerstört - 1963, Stärke 6.1, über 1.000 Tote, die gesamte Stadt neu gebaut.

3.5 ist kein ernsthaftes Beben. Schäden sind nicht zu erwarten. Aber 3.5 reicht, um eine Reaktion auszulösen - Gläser verrutschen, Kronleuchter schwingen, Nerven werden angespannt. Besonders in Vierteln, in denen Gebäude vor den 1980ern ohne moderne Erdbebenstandards errichtet wurden.

Für die Skopjer ist das der Moment für eine Grundkontrolle: Funktionieren die Evakuierungswege? Gibt es eine Notfalltasche? Weiß man, wohin man bei einem ernsten Beben gehen würde? All diese Fragen wirken nervig, solange nichts passiert. Bis es passiert. Und dann ist es zu spät für Antworten.

Das Institut für Erdbebeningenieurwesen warnt seit Langem vor dem Risiko der Gebäude aus den 50ern und 60ern im Zentrum von Skopje. Die Frage, die jetzt offen bleibt: Sind diese 3.5 der Auftakt zu einer ernsten seismischen Phase oder einfach ein gewöhnliches Ereignis? Seismologen haben auf diesem Präzisionsniveau keine Vorhersagefähigkeit. Was sie haben, sind wiederholbare Analysen und Frühwarnsysteme. Das ist im Moment verfügbar. Der Rest ist Statistik und Vorsicht.