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Die Flamingo-Revolution in Albanien: Rama beschuldigt den Iran und die Flamingos, während er KI-Videos von sich im Minirock teilt

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Die Flamingo-Revolution in Albanien: Rama beschuldigt den Iran und die Flamingos, während er KI-Videos von sich im Minirock teilt

Seit neun Tagen schläft Tirana nicht. Jeden Abend blockieren Demonstranten den Hauptboulevard in dem, was sie bereits die „Flamingo-Revolution" nennen, und fordern den Rücktritt von Premier Edi Rama. Und statt auf die Forderungen einzugehen, fand Rama die Schuld dort, wo man sie am wenigsten erwartet - im Iran.

Auslöser der Revolte ist ein Luxus-Tourismusprojekt im Wert von 1,4 Milliarden Euro, geplant für Zvernec bei Vlora und die Insel Sazan - Lebensräume der Flamingos. Hinter dem Projekt steht Affinity Partners, der Investmentfonds von Jared Kushner, dem Schwiegersohn Donald Trumps. Die Bürger empören sich über das Fehlen einer öffentlichen Debatte, das Fehlen jeder Umweltverträglichkeitsprüfung und die fehlende Transparenz, wenn ein ausländischer Investor Zugang zu Küstenland erhält.

Statt den Menschen zuzuhören, sprach Rama von einem „hybriden Krieg", geführt von Teheran, und beschuldigte den Iran, Desinformation über das Projekt zu verbreiten. Die iranische Antwort war spöttisch: Der Sprecher des dortigen Ministeriums nannte es „völligen Unsinn" und fügte hinzu, sie würden „wahrscheinlich auch sagen, die Flamingos selbst seien iranische Geheimagenten".

Doch der bizarrste Teil kommt erst. In den sozialen Netzwerken teilte Rama KI-generierte Videos, in denen er selbst in Lederminirock und T-Shirt auftritt, wie ein Influencer, der von den Protesten berichtet, mit dem Kommentar: „Wer immer das gemacht hat, verdient Anerkennung." Der Premier eines Landes in der Krise, der KI-Parodien von sich selbst teilt - es ist schwer, ein stärkeres Symbol dafür zu erfinden, wie ernst er die Forderungen nimmt.

Die Europäische Kommission hat bereits gewarnt, dass solche Schritte Albaniens Aussichten auf eine EU-Mitgliedschaft gefährden, und Antikorruptionsstaatsanwälte haben Ermittlungen zum umstrittenen Eigentum am Land eingeleitet. Für den Balkanzuschauer ist das Bild schmerzhaft vertraut: großes ausländisches Kapital, wegsehende lokale Behörden, und Bürger, die allein auf der Straße bleiben, um ein Stück Küste zu verteidigen. Endete die Geschichte bei uns je anders?