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Sieben aus Zenica stiegen auf den Elbrus, zwei kamen zurück: Sturm auf 5.350 Metern brach den Aufstieg ab

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Sieben aus Zenica stiegen auf den Elbrus, zwei kamen zurück: Sturm auf 5.350 Metern brach den Aufstieg ab

Sieben Bergsteiger aus Zenica stiegen auf den Elbrus, den höchsten Gipfel Europas. Oberhalb von fünftausend Metern gerieten sie in einen schweren Sturm. Zwei wurden lebend heruntergebracht und medizinisch versorgt - Kemal Vidimlić und Haris Adilović. Für die anderen fünf kamen die Rettungsteams zu spät.

Die russischen Behörden teilten mit, die Leichen zweier Bergsteiger, gefunden auf 5.350 Metern, seien ins Tal gebracht worden. Drei weitere Leichen konnten die Retter lokalisieren, aber nicht bergen - „starke Winde” und Bedingungen, die nach ihren Angaben die gesamte Operation erschweren. Laut Medien in Bosnien und Herzegowina hatte die Expedition sieben Mitglieder. Die russische Agentur RIA Nowosti bestätigte ihre Staatsangehörigkeit unter Berufung auf Polizeiquellen, bevor die offiziellen Stellen es taten.

Ein Berg, den man nicht unterschätzt

Der Elbrus ist 5.642 Meter hoch und liegt nördlich der georgischen Grenze. In Bergsteigerkreisen hat er einen Ruf, der seinem Status als „zugänglichster Fünftausender” nicht entspricht - Zehntausende besteigen ihn jährlich, darunter gut vorbereitete Amateure, und genau das ist Teil des Problems. Technisch ist der Gipfel milder als andere Fünftausender, doch das Wetter dort schlägt binnen Minuten um. Dieser Berg tötet nicht durch Steilheit. Er tötet durch Veränderung.

Es ist zugleich die Route, auf der regionale Bergsteigervereine aus dem ganzen Balkan seit Jahren Expeditionen führen - für viele Menschen von hier ist der Elbrus der erste wirklich große Gipfel, eine Stufe vor Alpen oder Himalaya. Deshalb ist das keine ferne Nachricht.

Die offenen Fragen

Wenn eine Gruppe von sieben über fünftausend Meter steigt und nur zwei zurückkommen, lautet die erste Frage nicht nach Mut. Die Frage lautet nach der Prognose. Welche Wettervorhersage hatte die Expedition vor dem Aufstieg? Wer genehmigte die Route, und in welchem Zeitfenster? Hat am Elbrus, einem Berg mit offiziellen Rettungsdiensten und Gruppenregistrierung, jemand gewarnt, was kommt?

Das russische Ermittlungskomitee führt das Verfahren. Nach Erfahrung mit russischen Untersuchungen in abgelegenen Bergregionen wird der Bericht kommen - aber nicht bald und nicht sehr detailliert.

Zenica wartet

Unterdessen wartet Zenica - drei Leichen sind noch am Berg, und die Bergung hängt von demselben Wetter ab, das sie dort oben einschloss. Das ist der schwerste Teil, der ohne Pressemitteilung: Familien, die wissen, wo ihre Menschen sind, und sie nicht heimholen können, bis sich der Wind legt.

Der Balkan hat eine lange Tradition des Bergsteigens und eine noch längere des Improvisierens bei allem anderen. Beides geht meist zusammen - bis es auf einen Berg trifft, der keine Improvisation akzeptiert.