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Gas, Lithium, Waffen: Forbes zählt auf, warum Belgrad für Trump plötzlich wichtig wurde

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Gas, Lithium, Waffen: Forbes zählt auf, warum Belgrad für Trump plötzlich wichtig wurde

Wenn Washington plötzlich anfängt, Schönes über irgendein Balkanland zu schreiben, lohnt es sich zu prüfen, was dieses Land unter seinen Füßen und über seinem Boden hat. Diesmal geht es um Serbien, und das Magazin Forbes hat vier Gründe aufgezählt, warum Belgrad für die Trump-Regierung plötzlich wichtig geworden ist.

Der erste Grund ist Gas. Serbien sitzt auf dem sogenannten Vertikalen Gaskorridor, durch den amerikanisches Flüssiggas und aserbaidschanisches Gas Europa erreichen sollen. Laut der Analyse hat Belgrad rund 1,6 Milliarden Dollar für die Energiesicherheit bereitgestellt, was die vollständige Verstaatlichung des Ölkonzerns NIS ermöglichen könnte, falls Russland dessen Verkauf an die ungarische MOL blockiert.

Der zweite Grund ist Lithium. Forbes behauptet, Serbien besitze die größten Lithiumreserven Europas und das Jadar-Projekt könnte neunzig Prozent des heutigen Bedarfs des Kontinents an diesem strategischen Mineral decken. Und hier verbirgt sich der eigentliche Sinn der ganzen Geschichte: Amerika will, dass Serbien dieses Lithium nach Westen trägt, nicht Richtung China.

Der dritte Grund ist das Militär. Dem Bericht zufolge modernisiert Serbien seine Armee aktiv mit Käufen aus Frankreich, Spanien, Deutschland und Israel. Forbes schlägt offen vor, die USA sollten den direkten Waffenverkauf steigern, um die serbischen Streitkräfte an westliche Standards heranzuführen. Mit anderen Worten: Kauf bei uns, nicht nur bei den anderen.

Der vierte Grund ist der Nahe Osten. Serbien wird als verlässlicher Verbündeter Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate beschrieben, und die israelische Rüstungsfirma Elbit Systems baut eine Drohnenfabrik im Wert von rund zwei Milliarden Dollar.

Die Schlussfolgerung von Forbes lautet, Serbien sei ein ernsthafter Verbündeter, der konkrete Ergebnisse liefert, anders als manche anderen europäischen Partner. Das klingt wie ein Kompliment. Doch Komplimente von Großmächten kommen selten umsonst. Der Balkan kennt diese Szene auswendig: zuerst das Lob, dann die Rechnung. Die Frage, die sich Belgrad stellen sollte, ist nicht, wie geschätzt es ist, sondern was im Gegenzug verlangt wird.