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23.04.2026
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12.04.2026
Es gibt Menschen, die an der Börse investieren wollen, aber keinen ihrer Cents bei Elon Musk landen lassen möchten. Für sie gibt es nun eine Lösung. Das Investmenthaus Subversive Capital hat zwei neue Fonds aufgelegt, die Musk und alles, was er führt, gezielt ausschließen - den Nasdaq-100 Ex-Elon (QQNE) und den S&P 500 Ex-Elon (SPNE). Praktisch bedeutet das Fonds, die die größten Börsenindizes abbilden, aber ohne Tesla und SpaceX.
Der Mechanismus ist einfach: Die Fonds streichen jedes Unternehmen, das von Musk gegründet, kontrolliert oder geführt wird oder eng mit ihm verbunden ist. Vorerst sind das Tesla und SpaceX - Neuralink und The Boring Company sind nicht börsennotiert, fallen also weg. Der Anlass ist nicht rein finanziell. Musks Engagement im Regierungsgremium DOGE, seine Aussagen auf X und die Geste bei Trumps Amtseinführung, die viele als Hitlergruß deuteten, schufen Nachfrage bei Anlegern, die ihn schlicht nicht unterstützen wollen.
Das Problem, das diese Fonds lösen, ist real. Seit SpaceX kürzlich in den Nasdaq-100-Index aufgenommen wurde, taucht es automatisch in jedem Standard-Indexfonds auf - was bedeutet, dass Millionen Menschen es besitzen, ohne es zu wollen. Musk über einen gewöhnlichen Fonds zu meiden, ist nahezu unmöglich. Diese zwei neuen Produkte sind der Versuch, einen Ausweg zu bieten. Ob sie ernstes Geld anziehen oder eine symbolische Geste bleiben, bleibt abzuwarten.
Was die Geschichte wirklich zeigt, ist, wie weit die Politik ins Investieren eingedrungen ist. Früher wählte man einen Fonds nach Rendite und Risiko. Heute wählt man ihn auch danach, wen man nicht finanzieren will. Musk ist vom Unternehmer zu einer so polarisierenden politischen Figur geworden, dass eigens Börsenprodukte um ihn herum entstehen - sowohl für die, die ihn verehren, als auch für die, die ihn meiden. Wenn ein einziger Name den Markt in zwei Lager teilt, ist das nicht mehr nur Geschäft. Es ist ein Barometer der Zeit, in der wir leben.
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