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Trump holt 13,5 kg Uran - nicht aus dem Iran, sondern aus Venezuela: Der Maduro-Deal öffnete den Zugang

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Donald Trump hat es geschafft, an 13,5 Kilogramm hochangereichertes Uran zu kommen. Nicht aus dem Iran - aus Venezuela. Eine gemeinsame Operation mit Großbritannien und den venezolanischen Behörden zog das Material aus einem alten Forschungsreaktor nahe Caracas und transportierte es "sicher zu Land und See von Süd- nach Nordamerika", wie die Internationale Atomenergie-Organisation mitteilte.

Der Kontrast ist eindrucksvoll. Trump versucht seit Monaten, an etwa 408 Kilogramm hochangereichertes Uran aus dem Iran zu kommen - bislang erfolglos. Der Iran weicht nicht, die Verhandlungen stecken an der Stelle fest, an der Teheran die letzte Karte in der Hand nicht herausgeben will und Washington nicht genug bietet, um sie zu kaufen. Venezuela hingegen hat sich geöffnet.

Das Verdienst gebührt einer politischen Wende vom Januar. Trump traf eine Entscheidung zu Nicolás Maduro, die die Tür für eine Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Venezuela öffnete. Das Ergebnis - amerikanische Energie- und Bergbaukonzerne haben wieder Zugang zu venezolanischen Ressourcen. Und Venezuela, zur Erinnerung, sitzt auf den größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt.

Zum Teil ist das ein Tausch. Venezuela gibt Uran, die USA gewähren Marktzugang. Zum Teil ist es politische Demonstration - dem Iran wird gezeigt, dass auch seine Nachbarn und Gegner in entgegengesetzten geopolitischen Blöcken einen Weg nach Washington finden. Die Frage, die sich Balkan-Analysten stellen: Wer ist der Nächste? Das Land, das amerikanische diplomatische Lizenzen russischen oder iranischen vorzieht und in der Währung zahlt, die am akzeptabelsten erscheint.

Für den Balkan ist die wichtigste Frage nicht, wohin das Uran geht, sondern wo wir in dieser Geometrie stehen. Mazedonien und Kosovo haben US-Basen. Serbien hält die Balance. Bosnien und Albanien stehen auf verschiedenen Seiten desselben Kontinuums. Alle spielen wir auf demselben Markt, nach denselben Regeln, nur mit verschiedenen Währungen. Und wenn der venezolanische Fall etwas sagt, dann dass die größten Veränderungen nicht durch Pressekonferenzen kommen, sondern durch eine leise Operation und eine Unterschrift auf einem Abkommen.