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VMRO: Filipče ist der dritte SDS-Führer, der zu nationalen Zugeständnissen bereit ist - vier Punkte im Anklagepaket

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VMRO-DPMNE hat seine Rhetorik gegen SDS-Vorsitzenden Venko Filipče verschärft und ihm vorgeworfen, er "schmeichele Sofia ohne Bremsen" und biete Verfassungsänderungen auf der Überholspur - den dritten SDS-Führer in Folge, der zu nationalen Zugeständnissen bereit sei. Die Übersetzung in dieser Rhetorik ist klar: nach Zaev und Kovačevski wird nun Filipče als möglicher Vertragspartner Bulgariens aufgebaut.

Parteisprecher Valentin Manasievski trat scharf auf: "Filipče wird wie ein Kätzchen aus dem Ärmel auf einem Tablett Bulgarien und Rumen Radev serviert. Er folgt dogmatisch den Schritten Zaevs." Eine Metapher, die manche überzogen finden werden, andere passend. So oder so - das ist politische Rede.

Was die Partei Filipče konkret vorwirft:

Erstens, das Fehlen roter Linien. VMRO-DPMNE behauptet, der neue SDS-Vorsitzende werde in den Gesprächen über Verfassungsänderungen keine Bedingungen stellen.

Zweitens, Positionierung in Sofia-Nähe. Filipče habe der neuen bulgarischen Regierung gratuliert und sich - so der Vorwurf - gleichzeitig leise von der offiziellen mazedonischen Identitätsposition zurückgezogen.

Drittens, Heuchelei beim EU-Weg. VMRO wirft ihm vor, von europäischer Integration zu reden und gleichzeitig die Reformagenda zu blockieren.

Viertens, Auftreten, als sei er bereits Ministerpräsident. Die Partei kritisiert seinen Stil und sein Drängen nach Macht in einer Lage, in der die SDS in der Opposition sitzt.

All das fällt in einen Moment, in dem Filipče 100 Tage Vorsitzender ist, die SDS sich vom Debakel der Parlamentswahlen erholen will und die Opposition - erneut - dasselbe Produkt einer neuen Wählergeneration verkaufen muss. Ob das funktioniert, hängt an einer Frage: Bietet Filipče etwas anderes als Zaev, oder dieselben Ideen in neuer Verpackung? Bislang sieht die VMRO nur die Verpackung. Der Bürger nur die Endlosschleife.