Löschfahrzeug bei Struga ausgebrannt: zwei Feuerwehrleute im Krankenhaus, und die Saison fängt gerade erst an
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12.04.2026
Die vierte Woche hat Gostivar kein sicheres Trinkwasser. Nicht den vierten Tag - die vierte Woche. Und während der Krisenstab maßvoll optimistische Botschaften verschickt, beginnen Ärzte über die nächste Phase des Problems zu sprechen.
Nach den Vergiftungen - die Hepatitiden. So die Warnung von Dr. Aleksandar Trajanovski. Halte dieser Zustand an, könne es zu viralen Hepatitiden kommen, da die Bürger nicht in der Lage seien, normale Körperhygiene aufrechtzuerhalten. Bislang wurden Fälle mit Erbrechen, Durchfall und erhöhter Körpertemperatur registriert.
Trajanovski, zugleich stellvertretender Vorsitzender der oppositionellen SDSM, sagt, die seit Ende Juni andauernde Krise habe die Unvorbereitetheit der Institutionen und mangelnde Koordination offengelegt. Eine Epidemie hätte früher ausgerufen werden müssen, um Kapazitäten zu stärken und eine echte Lagebeurteilung vor Ort zu erstellen. Er fordert von der Regierung, die Analyseergebnisse und die Ursache der Verunreinigung transparent zu veröffentlichen - ohne dass die Bürger bis zum 20. August auf Antworten warten.
Die andere Seite verschickt ihre eigene Version. Stojanche Angelov, Direktor der Direktion für Schutz und Rettung und Leiter des Krisenstabs, erklärte, die Lage stabilisiere sich allmählich, die Zahl der Bakterien sei deutlich gesunken. Das Wasser ist weiterhin nicht zum Trinken und Kochen geeignet, kann aber als Brauchwasser genutzt werden. Bleiben die Werte so, wird das Trinken voraussichtlich nächste Woche erlaubt - das letzte Wort hat die Lebensmittel- und Veterinäragentur.
Angelov ergänzte, in der Öffentlichkeit sei ein Missverständnis über die Bakterien aus stehendem Wasser entstanden, da die Menge sehr gering gewesen sei. Gering oder nicht - vier Wochen Trinkverbot sind kein Missverständnis.
Im Krankenhaus sinken die Zahlen, doch die Erklärung überrascht. Binnen 24 Stunden suchten 11 Patienten die Infektionsabteilung und 14 die Pädiatrie auf, mit Bauchschmerzen, Durchfall und allgemeiner Schwäche. Zwei mit schwereren Symptomen wurden stationär behalten. Klinikdirektor Emri Bajrami sagt, diese Zahlen seien für diese Jahreszeit völlig normal und möglicherweise mit saisonalen Viren verbunden, wie in den Vorjahren.
Also: Der Ombudsmann fordert, dass Bürger keine Rechnungen für Wasser zahlen, das sie nicht trinken dürfen. Die Opposition spricht von Hepatitis. Der Krisenstab verspricht nächste Woche. Das Krankenhaus sagt, es seien vielleicht saisonale Viren. Vier verschiedene Geschichten über ein und dieselbe Wasserleitung.
Sicher ist: Gostivar kauft seit vier Wochen Flaschenwasser zum Trinken, Kochen und Zähneputzen - und bekommt gleichzeitig die Rechnung für das aus dem Hahn. Wer wird zur Verantwortung gezogen, wenn die Krise vorbei ist? Bisher hat niemand diese Frage laut genug gestellt, um eine Antwort zu bekommen.
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