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Gymnasium Nikola Karev verabschiedet drei seiner Absolventen - das Herz von Karev weint heute

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Gymnasium Nikola Karev verabschiedet drei seiner Absolventen - das Herz von Karev weint heute

Das Gymnasium „Nikola Karev" in Skopje hat sich von drei seiner ehemaligen Schüler verabschiedet - Marko, Petar und Adam - die beim tragischen Verkehrsunfall auf der Umgehungsstraße von Skopje ums Leben kamen. „Das Herz von Karev weint heute", teilte die Schule mit, samt ihrer Fotografien aus der Zeit, als sie noch in den Schulbänken saßen.

Die drei waren erst 20 Jahre alt. Sie machten 2024 Abitur - also liegt kaum ein Jahr zwischen dem letzten Schulbuch und dem Unfall. Ein ganzes künftiges Leben lag vor ihnen. Diese Leben erloschen in der vergangenen Nacht, als ein Lkw aus dem Kosovo die Leitplanke der Umgehung durchbrach und sie frontal traf.

In der Mitteilung der Schule heißt es: „Unsere Kinder, die noch vor einem Jahr durch diese Flure gingen, in diesen Schulbänken saßen und von der Zukunft träumten... es ist schwer zu glauben, dass ihre Leben so früh erloschen." Der gewöhnlichste Satz aus dem Mund eines Schulleiters - und einer der schwersten, die man schreibt. Wenn ein Schulflur im Sommer leer ist, ist das natürlich. Wenn er nach einem Unfall leer ist, ist das Trauma.

Mit den drei jungen Männern starb im Unfall auch der Vater eines von ihnen - der Opernbariton Riste Velkov, 51 Jahre alt. Velkov war ein bekannter Name im mazedonischen Musikleben. Seine letzte Fahrt machte er mit seinem Sohn - und kam nicht am Ziel an.

Gemeinde und Schule sprechen bereits über Formen des Gedenkens - Stipendien, Gedenktafeln, gepflanzte Bäume im Schulhof. Das übliche Drehbuch. Aber keine Institution kann die Frage beantworten, die leise durch die Flure von Karev geht - hätte es verhindert werden können. Diese Frage bleibt lange unbeantwortet. Und bekommt wahrscheinlich nie eine klare.