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Fünf Fälle häuslicher Gewalt in 24 Stunden: Bitola, Tetovo, Berovo, Probishtip, Kavadarci, Skopje - vier in Haft

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Fünf Fälle häuslicher Gewalt in 24 Stunden: Bitola, Tetovo, Berovo, Probishtip, Kavadarci, Skopje - vier in Haft

In nur 24 Stunden registrierte die mazedonische Polizei fünf getrennte Fälle häuslicher Gewalt in verschiedenen Landesteilen. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Die Zahl ist, wie das Innenministerium sie beschreibt, ein „ernstes Sicherheits- und Gesellschaftsproblem" - das ist die amtliche Formulierung, nicht Panik.

Der schwerste Vorfall - Bitola. Gegen 04:30 Uhr am 25. Mai griff ein 51-jähriger Mann mit den Initialen T.S. im Familienheim seine 54-jährige Ehefrau mit Metall- und Holzgegenständen körperlich an. Der Richter am Grundgericht Bitola ordnete Untersuchungshaft an. „Metall- und Holzgegenstände" in der kurzen Polizeibeschreibung decken Handlungen ab, die in der Regel mit schweren Verletzungen oder dem Tod enden.

Weitere Fälle im selben Zeitraum: In einem Dorf bei Tetovo meldete eine 57-jährige Frau, ihr 36-jähriger Sohn habe sie zu Hause mit einem Messer bedroht. Der Verdächtige wurde festgenommen. In Berovo: ein 42-jähriger Mann - körperlicher Angriff auf seine 35-jährige Ehefrau. In Probishtip: eine 41-jährige Frau - Angriff durch den unehelichen Partner. In Kavadarci: ein 20-Jähriger aus Strumica - Angriff auf seine 19-jährige unverheiratete Partnerin „in einem Gebäude in der Nähe einer Plantage". In Skopje (Karposh): ein 20-jähriger Sohn - Drohungen gegen die 55-jährige Mutter und Sachbeschädigung.

Fünf Fälle. Verschiedene Regionen. Verschiedene Generationen. Verschiedene Beziehungen - Ehefrau, Mutter, Sohn, unehelicher Partner. Was verbindet sie? Dasselbe Muster: Das Familienheim als Ort körperlicher Gefahr, nicht als Ort der Sicherheit. Noch immer vor allem Männer, die Frauen angreifen, mit gelegentlichen Ausnahmen wie dem Sohn, der die Mutter bedrohte.

Die Zahl - 5 Fälle in 24 Stunden - ist kein statistischer Ausreisser. Expertinnen für Geschlechtergleichstellung haben mehrfach betont, dass amtliche Statistiken nur gemeldete Fälle erfassen, und ein grosser Teil häuslicher Gewalt nie zur Polizei kommt - aus Angst, Scham oder wirtschaftlicher Abhängigkeit des Opfers.

Die Frage, die die mazedonische Gesellschaft nicht stellen will: Wo sind die Präventionsdienste? Wie viele Beratungsstellen arbeiten gerade jetzt für Opfer? Hat die Polizei Ressourcen für schnelle Reaktion, oder dokumentiert sie nur den Schaden? Und am wichtigsten - landen diejenigen, die in Haft kommen, tatsächlich vor einem ernsthaften Gericht, oder gehen sie nach ein paar Monaten mit einer Bewährungsstrafe wieder hinaus?