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Untersuchungshaft für vier türkische Staatsbürger, die in Skopje mit einem Audi einen Lieferfahrer rammten und ihn anschliessend angriffen

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Untersuchungshaft für vier türkische Staatsbürger, die in Skopje mit einem Audi einen Lieferfahrer rammten und ihn anschliessend angriffen

Vier türkische Staatsbürger im Alter zwischen 21 und 24 Jahren befinden sich nach einem nächtlichen Vorfall im Zentrum von Skopje in Untersuchungshaft. Sie hatten mit einem „Audi" das Motorrad eines 20-jährigen Lieferfahrers gerammt und ihn danach körperlich angegriffen. Die Polizei nahm sie am 25. Mai um 01:30 Uhr fest.

Der Vorfall ereignete sich laut Innenministerium am Vortag gegen 19:55 Uhr in Centar nach einem Verkehrsstreit. Das Fahrzeug rammte das Motorrad, danach stiegen die Verdächtigen aus und setzten den körperlichen Angriff gegen den jungen Lieferfahrer fort. Strafanzeige erstattete die Einheit für Gewaltkriminalität beim SVR Skopje in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

Die Frage geht über diesen einen Vorfall hinaus. Essenslieferfahrer in Skopje gehören zu den verwundbarsten Berufsgruppen der Stadt - sie arbeiten unter Zeitdruck (eine punktebasierte Bezahlstruktur, die zu riskanter Fahrweise zwingt), ohne Fahrzeugflotte, mit wenig oder keinem Gesundheits- und Sicherheitsschutz. Verkehrsgewalt gegen sie - von mazedonischen wie ausländischen Fahrern - kommt regelmässig vor und führt selten zu ernsthaften Sanktionen.

Dieser Fall sticht aus zwei Gründen heraus: erstens, die Verdächtigen sind Ausländer, was ihn medial sichtbar macht. Zweitens kann die sofortige Polizeiaktion (Festnahme innerhalb von 24 Stunden) ein Zeichen für einen anderen Ansatz sein - vorausgesetzt, das Verfahren wird konsequent vor Gericht durchgezogen und endet nicht mit aufgeschobener oder Bewährungsstrafe.

Türkische Staatsbürger kommen oft als Touristen oder Arbeiter nach Mazedonien. Das macht den Vorfall politisch sensibel - die türkische Botschaft wird mit den mazedonischen Behörden in Kontakt stehen, und Vorfälle mit ausländischer Dimension werden oft „leise" gelöst. Die Frage ist, ob diese vier bis zum Prozess in Haft bleiben oder mit einer Sicherheitsmassnahme freigelassen werden.

Für den Lieferfahrer - 20 Jahre alt, der am Ende des Tages einfach arbeitete - ist all das zweitrangig. Was wir ihn fragen: Hatte er eine Versicherung für einen Arbeitsunfall? Wird ihm seine Lieferplattform die ausgefallene Zeit während der Genesung ersetzen? Das sind die Fragen, die sich jeder junge Mensch in seiner Position stellen sollte, bevor er auf diesem Terrain zu arbeiten beginnt.