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Über 200 Notrufe pro Tag: Heute bis zu 40 Grad, und Arbeiter im Freien haben keine Wahl

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Über 200 Notrufe pro Tag: Heute bis zu 40 Grad, und Arbeiter im Freien haben keine Wahl

Der medizinische Notdienst erhält täglich mehr als 200 Anrufe. Einsätze wegen hoher Temperaturen nehmen zu - Kreislaufkollaps, Hitzschlag, Verschlechterung bei chronisch Kranken. Das ist keine Prognose. Das passiert bereits.

Am heißesten war es gestern in Gevgelija, wo der Wetterdienst maximal 38,1 Grad maß. Es folgen Demir Kapija mit 37,9 und Veles mit 37,8 Grad. In Skopje erreichte die Messstation Zajčev Rid 37,7 Grad, in Petrovec 36,7. Kavadarci hatte 37,5, Strumica 36,3, Vinica 36,2, Štip 36,0. Am kühlsten war es auf der Popova Šapka mit 21,3 Grad und in Kruševo mit 27,3.

Für heute ist eine neue Welle angekündigt - 35 bis 40 Grad, mit oranger Warnstufe im größten Teil des Landes. Am heißesten wird es im Vardartal und im Südosten, in Skopje werden rund 37 Grad erwartet.

Institut für öffentliche Gesundheit: hohes Risiko bis zum 7. August

Am stärksten gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Schwangere, chronisch Kranke und Beschäftigte, die im Freien arbeiten. Die Empfehlungen sind bekannt - direkte Sonne zwischen 11 und 17 Uhr meiden, ausreichend trinken, leichte und helle Kleidung.

Ärzte warnen: Bei starken Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Herzrasen muss die Person sofort an einen kühlen Ort gebracht werden, Flüssigkeit bekommen und bei Bedarf ärztliche Hilfe.

Eine Gruppe auf dieser Liste hat keine Wahl

„Beschäftigte, die im Freien arbeiten” ist der Satz, der in jeder Mitteilung steht und am schnellsten überlesen wird. Bauarbeiter, Stadtreiniger, Lieferfahrer, Landwirt - sie können die Stunden zwischen 11 und 17 Uhr nicht auswählen. Sie sind draußen, weil die Arbeit draußen ist.

Für sie bedeutet „meiden Sie die Sonne in der heißesten Tageszeit” nichts ohne etwas anderes: umorganisierte Schichten, verbindliche Pausen, Wasser und Schatten auf der Baustelle. Das ist kein Appell an die Bürger - das ist Pflicht des Arbeitgebers und Aufgabe der Aufsicht.

Wenn der Rettungsdienst über 200 Anrufe pro Tag meldet und der Wetterdienst über 40 Grad ankündigt, ist ein Appell an die Bevölkerung nötig, aber nicht ausreichend. Die Frage ist, wie viele Arbeitsplätze heute ihren Zeitplan ändern - und wer nachprüft, ob sie es getan haben.