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Israel verliert europaeische Verbuendete: Orbans Sturz und Italiens Kehrtwende aendern die Regeln

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Israel verliert Verbuendete in Europa mit einer Geschwindigkeit, die Diplomaten nicht in Erinnerung haben. Orbans Sturz in Ungarn und Italiens Aussetzung des Verteidigungskooperations-Memorandums - zwei Schlaege in einem Monat, die das Kraefteverhaeltnis im Nahen Osten verschieben.

Das ungarische Veto - Geschichte

Maya Sion-Tzidkiyahu, Direktorin eines Think Tanks, sagte es direkt: "Das ungarische Veto war das Einzige, was das Sanktionspaket verhinderte." Die neue Regierung von Peter Magyars Tisa-Partei, die 141 von 199 Sitzen gewann, wird kein Problem haben, Massnahmen gegen israelische Siedler zu unterstuetzen.

Italien aendert den Kurs

Meloni, einst unter den engsten europaeischen Unterstuetzern Israels, hat das Memorandum zur Verteidigungskooperation ausgesetzt. Der Politikhistoriker Lorenzo Castellani bemerkt, dass "Aussenpolitik zum zentralen Thema" in Italien wurde, angetrieben vom innenpolitischen Widerstand gegen Militaeroperationen.

Irland, Spanien und Slowenien draengen bereits auf eine Diskussion ueber Menschenrechte im Rahmen des EU-Assoziierungsabkommens. Ueber 390 ehemalige EU-Funktionaere, darunter Josep Borrell und Hans Blix, haben die Aussetzung des Abkommens gefordert. Eine Petition mit ueber einer Million Unterschriften aus allen 27 Mitgliedstaaten.

Die EU ist Israels wichtigster Handelspartner, fuehrendes Touristenziel und wichtige Quelle fuer Forschungsgelder. Doch Israel hat diese Abhaengigkeit nie ernst genommen. Umfragen zeigen, dass zwei Drittel der Israelis die EU als Gegner betrachten und nur 14% sie als Freund sehen. Wenn ein Land seine groessten Wirtschaftspartner als Feinde betrachtet - ist das ein Rezept fuer eine Isolierung, die schneller kommt als geplant.