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Magyar will Österreich-Ungarn wiederherstellen: Ein neuer mitteleuropäischer Block von Warschau bis Wien

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Peter Magyar, Ungarns neuer Anführer, der Viktor Orbán besiegte, hat seine Ambitionen verkündet: die Vereinigung Mitteleuropas nach dem Modell Österreich-Ungarns. Seine ersten offiziellen Besuche im Mai gelten Warschau und Wien - ein klares Signal für die strategische Richtung.

"Einst teilten wir denselben Staat, und Österreich ist Ungarns wichtigster Wirtschaftspartner," erklärte Magyar und kündigte die Fusion der Visegrád-Gruppe mit dem Slavkov-Format zu einem einheitlichen mitteleuropäischen Block an. Ambitioniert. Aber realistisch?

Die Zahlen sprechen für sich: Österreich ist der zweitgrößte Investor in Ungarn, und rund 134.000 Ungarn arbeiten dort. Wirtschaftliche Integration gibt es längst - die Frage ist, ob sie zu politischer Integration heranwachsen kann.

Die Herausforderungen liegen auf der Hand. Die mitteleuropäischen Länder sind tief gespalten in der Ukraine-Frage und beim EU-Kredit. Polen ist scharf pro-ukrainisch, die Slowakei näher an russischen Positionen, und Ungarn unter Magyar muss seine neue Richtung erst noch zeigen. Länder zu vereinen, die sich bei der wichtigsten Frage des Kontinents nicht einig sind - das ist mehr als eine diplomatische Herausforderung.

Für den Balkan ist jede Neuordnung der mitteleuropäischen Geopolitik relevant. Die Visegrád-Gruppe beeinflusst traditionell die europäische Politik gegenüber dem westlichen Balkan. Wenn Magyar einen stärkeren Block schaffen kann, könnte das eine andere Stimme in Brüssel für unsere Region bedeuten - aber zu wessen Gunsten?