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Magyar über Vučić, Orbán und Fico: Ich weiß, wer der Pate der großen Freundschaften ist

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Péter Magyar verliert keine Zeit. Während eine Hand die Rhetorik gegenüber Kroatien ändert, öffnet die andere eine Untersuchung zum Anschlag auf die Gaspipeline bei Kanjiža. Und er zögert nicht, den Finger zu heben - er glaubt, dass die Operation von russischen Interessen und von Orbán selbst orchestriert wurde. Eine schwere Anschuldigung gegen den Mann, der bis gestern der mächtigste in Budapest war.

Aber die interessanteste Aussage ist die über "Kameradschaft". Magyar sagt, er wisse "wer der Pate der großen Freundschaften ist" - mit Bezug auf das Trio Orban-Vučić-Fico. Drei Namen, drei "hybride Systeme", wie er sie selbst nennt, durch Fäden verbunden, die längst mehr als diplomatisch sind. Auf dem Balkan ist das keine Überraschung - wir beobachten schon lange, wie dieser Club funktioniert.

Magyar sucht meanwhile gute Beziehungen zu Serbien - nicht wegen Vučić, sondern wegen der ethnischen Ungarn in der Vojvodina. Er fordert serbische Bürger, die sich mit "hybriden Systemen" identifizieren, zur Einheit auf, und sichert Unterstützung für die Diaspora zu. Ein kluger Schachzug - man schlägt den Anführer, nicht das Volk.

Wird er erfolgreich sein? Orbán ist kein leichter Gegner, und Vučić und Fico wissen, wie man ein langes Spiel spielt. Aber die bloße Tatsache, dass jemand in Budapest offen um "Kameradschaft" versammelt hat, ist etwas Neues. Auf dem Balkan sind wir gewohnt, dass diese Dinge in Kaffeehäusern geflüstert werden, nicht vor Kameras gesagt.