Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Peter Magyar will die Visegrad-Gruppe erweitern - und Kroatien gehoert zu den Eingeladenen. Auf seiner ersten Pressekonferenz nach den Wahlen schlug Ungarns neuer Anführer vor, aus V4 durch die Aufnahme von Kroatien, Slowenien, Oesterreich und Rumaenien V8 zu machen.
Die Idee ist nicht neu. Als die Visegrad-Gruppe 1991 gegruendet wurde - von Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn - erhielt Kroatien eine Einladung, lehnte aber ab. Franjo Tudjman fuerchtete, die Unterstuetzung Deutschlands und Frankreichs zu verlieren, die die mitteleuropaeische Konsolidierung nicht wohlwollend betrachteten.
Warum jetzt?
Magyar hat keine Partner in der Slowakei und Tschechien - beide Laender befinden sich in einer politischen Krise. Deshalb sucht er Ersatz. Der Politikanalyst Davor Gjenero erklaert: "Magyar kehrt zu den Positionen zurueck, die Ungarn 2010 hatte. Damals gab die koordinierte Zweidrittelmehrheit der V4 ihnen im EU-Rat mehr Stimmen als Deutschland und Frankreich zusammen."
Das Treffen zwischen Magyar und Plenkovic auf der Muenchner Sicherheitskonferenz gilt als Schluesselmoment. Magyar kuendigte auch Warschau als erstes Reiseziel nach Amtsantritt an - ein Signal, dass die Visegrad-Gruppe Prioritaet hat.
Was wuerde Kroatien gewinnen? "Wenn sich diese Initiative verwirklicht, gewinnen die politischen Interessen jedes Mitgliedstaats exponentiell an Bedeutung im Europaeischen Rat," sagt Gjenero. Zweidrittelmehrheit im Rat mit acht Laendern hinter sich - das ist ein Gewicht gleich Frankreich und Deutschland.
Es ist auch fuer den Balkan interessant: Wenn Kroatien, Slowenien und Rumaenien einer erweiterten Visegrad-Gruppe beitreten, entsteht ein Block vom Baltikum bis zur Adria, der die Kraefteverhaeltnisse in der EU veraendert. Ist das gut fuer die Region - oder ein weiterer Club, vor dem der Westbalkan wartet?
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