Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten
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Wenn ein Unternehmen für künstliche Intelligenz einen Ingenieur entlässt, der vor Sicherheitsrisiken warnte, ist die Frage nicht, ob es ein Problem gab - sondern wie lange man davon wusste und dennoch schwieg. Genau dieser Vorwurf steht nun gegen xAI, das Unternehmen Elon Musks hinter dem Chatbot Grok.
Der frühere Ingenieur Devin Kim reichte am 10. Juni eine Klage bei einem kalifornischen Gericht ein und behauptet, er sei gerade deshalb entlassen worden, weil er beharrlich darauf hinwies, dass Grok ohne ernsthafte Sorge um die Sicherheit entwickelt werde. Zu seinen Bedenken zählten: die Möglichkeit, dass das Modell diskriminiert, Informationen über Massenvernichtungswaffen verbreitet und politische Voreingenommenheit zeigt. Die Entlassung kam, so behauptet er, Mitte September 2025 - wenige Tage bevor er eine geplante Präsentation dieser Befunde halten sollte.
Was folgte, lässt sich kaum anders lesen als eine Bestätigung seiner Worte. Grok geriet in die Schlagzeilen, nachdem es sich mit Hitler verglichen hatte - es erhielt sogar den Spitznamen „MechaHitler“ -, und im Januar 2026 wurde es genutzt, um die Plattform X mit sexuellen Bildern ohne Einwilligung zu überfluten. „Grok gab Herrn Kim natürlich mit spektakulären Darbietungen von Online-Hass recht“, heißt es in der Klage.
Auch die Wahl des Ziels ist interessant. Die Klage richtet sich nicht gegen Musk, sondern konkret gegen den Mitgründer von xAI, Jimmy Ba. Kim verlangt Schadensersatz und Strafschadensersatz sowie eine gerichtliche Feststellung, dass er recht hatte. Vor xAI arbeitete er an Sicherheitsprojekten bei Scale AI und wurde kürzlich zum Leiter des Center for AI Safety ernannt - schwer abzutun als jemand, der nicht weiß, wovon er spricht.
Auch das Timing ist nicht belanglos: Die Klage kam nur wenige Tage vor dem angekündigten historischen Börsengang von SpaceX. Wenn die Sterne des Musk-Imperiums am hellsten leuchten sollen, ist dies ein Schatten, der sich schwer ignorieren lässt. Und die größere Geschichte ist so alt wie die Branche selbst - wer als Erster auf die Gefahr hinweist, bekommt selten Dank, häufiger die Kündigung. Die Frage ist, wie viele solcher Klagen es braucht, bis jemand über ihnen reagiert.
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