Wolf mitten in Kozle in Skopje gefangen: an der Kette als Haustier gehalten, jetzt geht es in den Zoo
13.05.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Analysten, die das internationale System in den letzten Monaten beobachten, beschreiben es auf ein und dieselbe Weise - die Welt wird wieder in Einflusssphären geteilt. Ein dreiseitiges Spiel zwischen Washington, Moskau und Peking, in dem die Europäische Union nicht mehr am Tisch sitzt, sondern auf dem Flur wartet.
Der Vergleich mit Jalta 1945 taucht immer häufiger auf. Damals entschieden die großen Drei (Stalin, Roosevelt, Churchill) über die Zukunft Osteuropas, ohne dass die Länder anwesend waren, die zum Gegenstand dieser Entscheidungen wurden. Dieselbe Geometrie wie heute. Dieselbe Art Behandlung für Länder, die auf dem Tisch liegen - aber kein Recht zu sprechen haben.
Donald Trump sieht Geopolitik durch das Prisma „Einflusssphären der großen Mächte". Das heißt: China bekommt den Pazifik, Russland Osteuropa und die USA Grönland, den Panamakanal und die westliche Hemisphäre. Die EU ist in diesem Modell kein Spieler - sie ist Terrain.
Was die konkreten Schritte angeht: Russland mischt sich offen in die Innenpolitik Tschechiens, der Slowakei, Bulgariens, Rumäniens und Polens ein. Teils durch Medienkampagnen, teils durch Finanzierung ausgewählter politischer Figuren, teils durch direkte nachrichtendienstliche Arbeit. Alle diese Länder haben heute innere Krisen, die ihre Geheimdienste mit Moskau verbinden.
China und Russland wiederum ringen um Zentralasien - Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan. Es geht um Infrastruktur, Minen, Pipelines. Ein Rennen, das die europäische Öffentlichkeit nicht verfolgt, weil es weit weg aussieht, das aber direkte Folgen für die Energiepreise in Europa hat.
Was bedeutet das für den Balkan? Erstens - wir stehen unter Beobachtung aller drei, ohne besonderes Gewicht bei einem von ihnen. Moskau behandelt uns als „Zone kultureller Nähe". Peking behandelt uns als „Brücke" zur EU - mit chinesischen Investitionen in Serbien, Albanien, Mazedonien. Washington behandelt uns als „Problem, das geschlossen bleiben soll". Keiner behandelt uns als Partner.
Zweitens: Verliert die EU internationales Gewicht, wird sie weniger Zeit und Interesse haben, den Erweiterungsprozess abzuschließen. Und in einer Ära, in der Brüssel sich Sorgen macht, ob es den Winter übersteht, sind wir wieder im Wartesaal. Nur dass der Wartesaal jetzt ins Nichts führt - weil niemand sicher ist, ob die EU in zehn Jahren noch in dieser Form als Projekt existiert.
Ist das ein „neues Jalta"? Nicht ganz - weil die Spieler nicht zusammen sitzen. Jeder entscheidet für sich und teilt es dann den anderen mit. Jalta ohne Jalta. Und in diesem Jalta sitzen wir wieder auf den Besucherbänken.
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