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NIS zum Verkauf: Serbien balanciert zwischen Moskau, Budapest und Brussel

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Serbien verhandelt uber die Zukunft seines grossten Energieunternehmens - und die Nervositat ist offensichtlich. Bergbau- und Energieministerin Dubravka Djedovic Handanovic meldete sich nach Mitternacht, direkt nach dem Treffen mit MOL-Vorstandschef Zsolt Hernadi, mit einem Satz, der mehr sagt als jeder Bericht: "Es gibt rote Linien, die wir nicht uberschreiten konnen."

Welche roten Linien? Die Ministerin wies darauf hin, dass die Raffinerie in Pancevo mit voller Kapazitat weiterarbeiten muss. Daruber hinaus forderte sie, dass MOL Verpflichtungen ubernimmt oder ersetzt, die NIS in der Vergangenheit eingegangen ist und die fur die Republik Serbien von Bedeutung sind. Welche Verpflichtungen genau - spezifizierte sie nicht.

Auch die kunftige Fuhrung des Unternehmens war Thema. Die Verhandlungen gehen in den kommenden Tagen in Belgrad weiter, wahrend MOL parallel mit Gazpromneft und Gazprom verhandelt.

Also: MOL, der ungarische Energieriese, verhandelt uber den Kauf von NIS, wahrend russische Aktionare noch im Spiel sind und westliche Sanktionen jeden Schritt verkomplizieren. Serbien versucht, die Kontrolle uber eine strategische Ressource zu behalten, ohne Moskau, Budapest oder Brussel zu veragern. Balkan-Energieakrobatik in reinster Form.