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OpenAI stellt den Atlas-Browser ein - und zieht in Googles Haus ein

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OpenAI stellt den Atlas-Browser ein - und zieht in Googles Haus ein

OpenAI stellt Atlas ein - den KI-Browser, den es erst im Oktober mit ChatGPT im Kern startete. Doch das Unternehmen gibt die Idee nicht auf, dass die KI dir beim Surfen helfen soll; stattdessen nimmt es die in Atlas getesteten Funktionen und verlagert sie dorthin, wo die Menschen ohnehin schon arbeiten - in die Desktop-App von ChatGPT und in eine Erweiterung für Google Chrome.

Die Einstellung kommt einige Monate, nachdem Apps-Chefin Fidji Simo dem Team auftrug, die „Nebenabenteuer" zurückzufahren - eine Direktive, die zuvor auch das Video-Generierungstool Sora tötete. Mit anderen Worten: OpenAI stellte fest, dass der Browser eine Funktion ist, kein Ziel. Statt ein neues Zuhause zu bauen, zieht es also in ein fremdes ein - und zwar buchstäblich in Chrome, das Haus des größten Rivalen.

Im vergangenen Jahr führte die gesamte KI-Branche Krieg, um Chrome vom Thron als Ort zu stoßen, an dem die Menschen die meiste Zeit im Internet verbringen. Perplexity brachte Comet heraus, The Browser Company brachte Dia heraus, und Google und Microsoft ergänzten Chrome und Edge um eigene KI-Funktionen. Nach einigen Monaten des Experimentierens scheint OpenAI zu dem Schluss gekommen zu sein, dass sich dieser Krieg nicht lohnt - besser, sich in die Gewohnheiten des Nutzers einzunisten, als ihn zu zwingen, eine zu ändern.

Die neue Chrome-Erweiterung gibt ChatGPT Zugriff auf den Inhalt der Seite, die du gerade ansiehst - du kannst Fragen stellen, eine Zusammenfassung erhalten oder eine längere Aufgabe starten, direkt aus dem Browser. Das ist ein direkter Rivale von Googles Gemini Side Panel, das Ähnliches leistet. Parallel erhält die Desktop-App einen stärkeren integrierten Browser, in dem du Seiten öffnen, dich anmelden und Dateien herunterladen kannst, ohne ChatGPT zu verlassen, während ein separater Cloud-Browser auf OpenAIs Servern Aufgaben erledigt, die der Agent an deiner Stelle abschließt. Das Ergebnis: ChatGPT will ein ständiger Arbeitsplatz sein, der sich über Chrome, den Desktop und den KI-Agenten erstreckt - und wieder führt der Weg dorthin durch Googles Haus.