Neue LED-Beleuchtung auf dem Vodno „zum ersten Mal überhaupt": Der Bürgermeister prahlt, aber warum lag der Berg so viele Jahre im Dunkeln?
08.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Zwanzig Menschen in Paris warfen dem teuersten Monopol der Technikwelt den Fehdehandschuh hin. Das französische Startup ZML, für das auch Turing-Preisträger Yann LeCun bürgt, veröffentlichte einen kostenlosen Server zum Ausführen von KI-Modellen namens LLMD - Software, die es offenen Sprachmodellen ermöglicht, mit maximaler Geschwindigkeit auf nahezu jedem Chip zu laufen: Nvidia, AMD, Google TPU, Apple Metal, Intel Arc.
Warum ist das wichtig? Weil die bisherige Praxis das Gegenteil ist: Man kauft Chips von einem Hersteller, bindet sich an dessen Software und zahlt in den folgenden Jahren, was er einem sagt. Gründer Steve Morin argumentiert, dass genau diese Bindung an einen einzigen Anbieter die teuerste Gewohnheit der Branche sei - und dass Kunden Chips mischen können sollten, günstigere oder sparsamere, ohne Leistungseinbußen. In einer Zeit, in der die KI-Rechnungen schneller wachsen als die Einnahmen, die sie bringt, verkauft sich das Argument von selbst.
Morin ist kein Unbekannter: Sein früheres Startup Zenly wurde 2017 von Snapchat für eine neunstellige Summe gekauft, und für ZML sammelte er 20 Millionen Dollar von Investoren, darunter der Fonds von Xavier Niel und das Londoner 20VC. Die Konkurrenz ist ernst zu nehmen - Baseten wurde kürzlich mit 13 Milliarden Dollar bewertet -, doch das Pariser Team spielt eine andere Karte: Neutralität zwischen Chips statt einer weiteren geschlossenen Plattform. LLMD ist nicht Open Source, aber kostenlos, mit einfacher Logik: erst Wachstum, dann Abrechnung.
Es gibt auch eine europäische Note in der Geschichte. Morin sagt offen, dass eine solche Software neuen europäischen Chipherstellern den Weg ebnen könnte - von SiPearl bis Axelera -, die ohne sie keine Chance haben, in einen auf Nvidia zugeschnittenen Markt einzusteigen. Können 20 Ingenieure aus Paris den Markt wirklich bewegen? Bislang ist das niemandem gelungen. Doch jedes Monopol wirkt ewig - bis zu dem Tag, an dem jemand zeigt, dass die Mauer aus Papier war.
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