Jugendliche verwüsteten den Spielplatz „Patrik“ in Aerodrom: Wo stehen wir alle in dieser Geschichte?
24.06.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Anthropic hat eine neue Version seines KI-Assistenten veröffentlicht, der direkt in Slack lebt - dem Unternehmens-Messaging-Tool, das Millionen Firmen nutzen. Er heißt Claude Tag und ist als „Teammitglied, das nie schläft“ konzipiert: Man markiert ihn in einem Kanal, er liefert Analysen zurück, übernimmt Aufgaben und - das ist der entscheidende Teil - liest und merkt sich ständig, was das Team schreibt.
Die Idee klingt praktisch. Statt alte Nachrichten zu suchen, fragt man den Assistenten. Er teilt Aufgaben in Schritte, antwortet in Threads mit fertiger Arbeit, und im sogenannten „Ambient-Modus“ meldet er von selbst, wenn er ein Problem bemerkt. Administratoren legen fest, auf welche Kanäle er Zugriff hat - der juristische Claude schaut nicht in den technischen, und umgekehrt. Auf dem Papier ist alles unter Kontrolle.
Die Frage, die geschliffene Pressemitteilungen selten stellen, ist eine andere: Was bedeutet es, wenn ein Unternehmen einer künstlichen Intelligenz ständigen Zugriff auf jede Arbeitsnachricht gibt? Jeder Scherz, jeder Unmut, jeder im Vertrauen unter Kollegen geäußerte Fehler wird zum Material, aus dem das Modell lernt. Das Werkzeug ist nicht bösartig - aber die Grenze zwischen „einem Assistenten, der hilft“ und „einem System, das alles aufzeichnet“ ist dünner, als das Marketing zugeben will.
Anthropic ist in diesem Rennen nicht allein. Auf demselben Markt kämpfen Microsoft mit seinem Copilot sowie Glean, Snowflake und Databricks - alle versprechen, zu „verstehen“, was Ihr Unternehmen tut. Gewinnen wird, wer die meisten Firmen überzeugt, ihm die Türen ihrer eigenen Gespräche zu öffnen. Der Mitarbeiter, der in diesen Kanälen schreibt, wird selten gefragt.
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