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OpenAI baut mit Broadcom einen eigenen Chip: weniger Abhängigkeit von Nvidia, mehr Kontrolle über alles

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OpenAI baut mit Broadcom einen eigenen Chip: weniger Abhängigkeit von Nvidia, mehr Kontrolle über alles

OpenAI will nicht mehr allein von fremder Hardware abhängen. Das Unternehmen stellte seinen ersten Chip vor, gemeinsam mit Broadcom entwickelt und Jalapeño getauft, speziell für seine Systeme der künstlichen Intelligenz bestimmt. Die Partnerschaft wurde bereits im Oktober angekündigt, und die Absicht ist sonnenklar: weniger Abhängigkeit von den teuren Grafikprozessoren von Nvidia, die heute Preise und Verfügbarkeit in der gesamten Branche diktieren.

Der Chip wird noch getestet, doch laut dem Unternehmen zeigen die ersten Ergebnisse ein deutlich besseres Verhältnis von Leistung pro Watt als bestehende Lösungen auf dem Markt. Übersetzt heißt das eines - eine niedrigere Stromrechnung, wenn die Modelle laufen, was in einer Welt, in der Rechenzentren Energie wie kleine Städte schlucken, keine Kleinigkeit ist.

Jalapeño ist für die sogenannte Inferenz gebaut - den Vorgang, bei dem ein bereits fertiges KI-Modell in Echtzeit auf Nutzeranfragen antwortet. Die schwereren Aufgaben, wie das Trainieren von Modellen von Grund auf, werden wahrscheinlich weiterhin über Nvidia laufen. Doch selbst eine kleine Senkung der Kosten pro Operation, multipliziert mit Millionen Anfragen pro Tag, verwandelt sich in ernsthaftes Geld.

Die Logik hinter dem Schritt erklärte OpenAI-Präsident Greg Brockman: „Wir haben ein tiefes Verständnis der Arbeitslast. Wir suchten nach spezifischen Aufgaben, die unzureichend bedient werden, und fragten, wie wir etwas bauen können, das beschleunigt, was möglich ist." Hinter jeder solchen Aussage steht jedoch eine einfachere Rechnung: Wer den Chip macht, kontrolliert die Kosten - und wer die Kosten kontrolliert, kontrolliert die Zukunft des Geschäfts.

Damit folgt OpenAI dem Weg, den Google und Amazon mit ihren eigenen KI-Beschleunigern bereits gegangen sind. Das Bild ist größer als ein Chip: Das Unternehmen baut bereits Modelle, Produkte und Rechenzentren, und nun auch das Silizium darunter. Wenn eine Firma die ganze Wertschöpfungskette vom Chip bis zur App hält, lautet die Frage für den Rest des Marktes nicht, ob er konkurrieren kann, sondern ob überhaupt noch Raum zum Atmen bleibt.