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Lucid entlässt jeden fünften Mitarbeiter: der elektrische Traum prallt auf den Markt

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Lucid entlässt jeden fünften Mitarbeiter: der elektrische Traum prallt auf den Markt

Der E-Auto-Hersteller Lucid Motors entlässt 18 Prozent seiner Belegschaft - rund 1.500 Menschen - nur vier Monate, nachdem er bereits 12 Prozent des Teams gestrichen hatte. Das Unternehmen teilte zudem mit, es habe die „zweite Schicht" in der Produktion im Werk in Casa Grande, Arizona, gestrichen.

Die Kürzungen sind Teil des Plans des neuen Vorstandschefs Silvio Napoli, „das Unternehmen zu vereinfachen, die Umsetzung zu schärfen und es wettbewerbsfähiger zu machen". Übersetzt aus dem Konzern- ins Menschen-Deutsch: Der US-Markt für Elektrofahrzeuge hat sich abgekühlt, die großen Hersteller ziehen E-Modelle aus ihren Plänen zurück, und Lucid verbrennt Geld schneller, als es Autos verkauft. Marc Winterhoff, der über ein Jahr Interimschef war, hat das Unternehmen verlassen, und die Position des operativen Geschäftsführers wurde ganz gestrichen.

All das kommt, während Lucid versucht, bis Jahresende sein erstes Massenmodell zu starten - den SUV Lucid Cosmos, der unter 50.000 Dollar kosten und das Unternehmen in die Gewinnzone führen soll. Es ist spät, zu entlassen und zugleich Rettung durch ein neues Modell zu versprechen.

Die Geschichte der Elektroautos wurde jahrelang als unausweichliche Zukunft verkauft. Die Realität ist prosaischer: ohne staatliche Subventionen und bei hohen Zinsen ist das E-Auto ein Luxus, den sich viele nicht leisten können - weder in Arizona noch bei uns. Wenn ein Hersteller jeden fünften Mitarbeiter entlässt, um zu überleben, ist das kein Zeichen einer ankommenden Zukunft, sondern eines Marktes, der die der Börse gegebenen Versprechen nicht einlösen will.