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Versprach einen ausländischen Pass für 400 Euro, kassierte 9.000: Ein Mann aus Kavadarci tappte in die Polizeifalle

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Versprach einen ausländischen Pass für 400 Euro, kassierte 9.000: Ein Mann aus Kavadarci tappte in die Polizeifalle

Die Geschichte ist so alt wie der Balkan: Jemand verspricht einen ausländischen Pass, ein anderer holt in der Hoffnung, sich aus der Klemme zu befreien, das Geld aus dem Sparstrumpf. Diesmal spielte sich die Szene in Kavadarci ab, wo ein 32-jähriger Mann in einer Polizeistation landete, nachdem er laut Anzeige eine 50-jährige Frau aus Kumanovo um insgesamt 9.000 Euro betrogen hatte.

Die Methode ist lehrbuchhaft. Zuerst versprach er, die Beschaffung eines ausländischen Passes für bescheidene 400 Euro zu vermitteln. Und sobald das Opfer einmal gezahlt hatte, hörten die Forderungen nicht mehr auf - ein bisschen hier, ein bisschen dort, bis die Summe auf 9.000 Euro anwuchs. Und hier liegt die Lehre, die sich jeder merken sollte: Ein Betrüger fordert nie alles auf einmal. Er nimmt Stück für Stück, bis das Opfer zu tief drinsteckt, um sich zurückzuziehen.

Das Ende kam auf dem Stadtplatz von Kavadarci, am 23. Juli gegen 13:50 Uhr. Die Polizei aus Kavadarci ertappte den Mann in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Kumanovo, während er weitere 2.000 Euro von der Frau entgegennahm. Dieses Geld war zuvor kriminaltechnisch behandelt worden - markiert, damit er es nicht leugnen konnte. Vor dem Staatsanwalt gestand er die Tat.

Gegen ihn folgt nun eine Strafanzeige wegen „Betrugs” nach Artikel 247 des Strafgesetzbuchs. Diesmal endete die Sache mit einem festgenommenen Täter - doch wie viele solcher Geschichten enden ohne Geld und ohne Schuldigen, nur mit einer Scham, die das Opfer nicht einmal zuzugeben wagt? Das Versprechen eines „schnellen ausländischen Passes” gehört zu den ältesten Betrügereien der Region. Die Frage ist nicht, warum es manche immer noch versuchen, sondern warum es immer noch funktioniert.