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Brvenica wählt am 18. Oktober einen Bürgermeister: VMRO-DPMNE und VLEN sitzen in derselben Regierung und treten vor Ort gegeneinander an

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Brvenica wählt am 18. Oktober einen Bürgermeister: VMRO-DPMNE und VLEN sitzen in derselben Regierung und treten vor Ort gegeneinander an

Brvenica wählt am 18. Oktober einen Bürgermeister, nach dem Tod des bisherigen Amtsinhabers Jovica Ilievski. Und schon vor Beginn des Wahlkampfs zeigt das Rennen, was jede Kommunalwahl im Polog zeigt - die Regierungspartner gehen vor Ort nicht gemeinsam.

Drei Kandidaten, zwei Koalitionen in derselben Regierung

Die VMRO-DPMNE wählte in einer Sitzung des Exekutivkomitees einstimmig Stojanco Radicevski, den amtierenden Vorsitzenden ihres Gemeindekomitees in Brvenica, Diplomjurist mit Master in Zivilrecht. Die Partei erwartet nach eigener Mitteilung „die Vereinigung aller progressiven Kräfte“ und Unterstützung für eine Lösung, die aus ihrer Sicht Fortschritt für die Gemeinde bedeutet.

Die Koalition VLEN trat als Erste mit einem eigenen Kandidaten an - Jakup Huseini, Magister der Rechtswissenschaften, derzeit Staatsbediensteter in eben dieser Gemeinde Brvenica. Der hervorgehobene Vorteil: Er kennt die Gemeindeverwaltung, die Abläufe und die alltäglichen Bedürfnisse der Einwohner und könnte sofort loslegen. Die Kandidatur läuft unter dem Slogan „Vom ersten Tag an, im Dienst der Menschen von Brvenica“.

Die Demokratische Union für Integration nominierte Arkin Jahiji.

Was das aussagt

VMRO-DPMNE und VLEN sitzen in derselben Regierung. In Brvenica treten sie gegeneinander an. Das ist kein Skandal - das ist der normale Mechanismus mazedonischer Politik, in dem die Koalition im Parlament gilt, während vor Ort jeder sein eigenes Terrain verteidigt. Aber der Satz von der „Vereinigung aller progressiven Kräfte“ bekommt ein anderes Gewicht, wenn der Partner schon mit einem eigenen Mann angetreten ist.

Interessant ist auch, dass zwei der drei Kandidaten Juristen sind und einer von ihnen bei der Gemeinde angestellt ist, für die er kandidiert. Das heißt, er kennt alles - den Haushalt, die Verfahren, die Akten. Ob das ein Vorteil ist oder ein Interessenkonflikt, entscheiden die Wähler.

Im Wahlkampf wird es um lokale Infrastruktur, kommunale Dienstleistungen und die Arbeit der Verwaltung gehen. Erfahrungsgemäß wird es vor allem darum gehen, wer mit wem ist.