Studeničani: 35-Jähriger stirbt durch Stromschlag beim Autowaschen mit dem Hochdruckreiniger
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Wenn die Sprecherin des russischen Außenministeriums sagt, Russland habe keinen Feind in der Ukraine - sondern „in einer nationalistischen Minderheit, die in Kiew die Macht ergriffen hat" - ist das keine Diplomatie. Das ist Rhetorik, und Rhetorik aus der Kriegszeit, gedacht für ein Publikum, das den Kreml als Heimat sieht.
Die Äußerung von Maria Sacharowa kommt in dem Moment, in dem Moskau Kiew vorwirft, einen eintägigen Waffenstillstand vom 8. bis 10. Mai gebrochen zu haben, den Russland zu Ehren des Tags des Sieges ausgerufen hatte. Laut Sacharowa wurden in diesen drei Tagen bei ukrainischen Angriffen 25 russische Zivilisten getötet, darunter ein Kind.
Die Hauptbotschaft ist eine andere. „Der Hauptfeind der Ukrainer ist nicht Russland oder die Russen, sondern eine nationalistische Minderheit, die in Kiew die Macht übernommen hat", erklärte Sacharowa. Wenn der Kreml so spricht, ist das eine Botschaft an die russische Bevölkerung, dass der Krieg nicht gegen ein Volk geht - sondern gegen eine politische Elite. Es ist dasselbe Argument, das, als es von Balkan-Diktatoren in den 1990ern getragen wurde, dort endete, wo wir es kennen.
Sacharowa ging weiter. Laut ihr habe das Kiewer Regime die Ukraine in einen „westlichen Marionettenstaat" verwandelt, der sie in Korruption und Neonazismus dränge. Die Vorwürfe, Kinder seien angeblich aus der Ukraine weggebracht worden, wies sie als „antirussische Propaganda" zurück. Es ist dasselbe Paket an Ausreden: Minderheit, Korruption, externer Faktor, Neonazismus. Gedacht, wie Analyse zu wirken - tatsächlich ein Drehbuch für ein blindes Publikum.
Für Balkan-Leser ist die Kurzfassung klar. „Wir sind nicht im Krieg mit dem Volk, nur mit einer Gruppe von Extremisten" - das ist der Satz, den jeder Kriegschef auf dem Balkan sagte, bevor er seine Panzer ins Nachbarland schickte. Wie oft hörten wir denselben Satz aus Belgrad, Zagreb, Sarajevo, und ja - aus Skopje? Und wie oft stellte er sich als wahr heraus?
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