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Fünf chinesische Firmen halten 86 Prozent der humanoiden Roboter: Die USA verhängten Zölle, und die Ware sucht einfach eine andere Tür

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Fünf chinesische Firmen halten 86 Prozent der humanoiden Roboter: Die USA verhängten Zölle, und die Ware sucht einfach eine andere Tür

Im Juli und August verhängte Washington hohe Zölle auf importierte Drohnen und deren Komponenten. Die Zölle auf die Drohnen selbst treten im September in Kraft, jene auf Teile folgen 2027. Die Begründung ist nationale Sicherheit. Das Ergebnis wird, so Menschen aus der Branche, nicht das Geplante sein.

Der Mechanismus ist nicht neu. Die sogenannte Covered List der amerikanischen Telekommunikationsaufsicht existiert seit 2021 und richtete sich ursprünglich gegen Telekommunikations- und Überwachungstechnik von Huawei, ZTE und Hikvision. Nun wird die Liste auf Drohnen und fortgeschrittene Robotik ausgeweitet. Die Logik ist dieselbe: Ist das Produkt chinesisch, darf es nicht in strategische Sektoren.

Das Problem liegt in den Zahlen. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 wurden weltweit 22.000 humanoide Roboter ausgeliefert. Fünf chinesische Hersteller - AgiBot, Unitree, Galbot, UBTECH und Leju Robotics - stellten 86 Prozent all dieser Lieferungen. Das ist kein Marktvorsprung, den ein Zoll schließt. Das ist Produktionsskala, die über Jahre aufgebaut wird.

Der Satz, der die ganze Geschichte erzählt

„Die Vereinigten Staaten führen bei Spitzen-KI, bei Software und bei Halbleiterinnovation. China führt bei der Produktionsskala, bei der Tiefe der Lieferkette und beim Preis“, sagt Ankur Saxena, Investmentdirektor bei TDK Ventures.

Dann fügt er den Satz an, der mehr wert ist als das gesamte Maßnahmenpaket: „Mit Sanktionen umgeht man die Kostenkurve nicht. Man kann sie nur überbauen, und Amerika hat mit der dafür nötigen Investition über ein Jahrzehnt noch nicht begonnen.“

Die Alternative zu China ist ihm zufolge keine rein heimische amerikanische Lieferkette, sondern eine breit aufgestellte, verbündete. Das ist etwas völlig anderes, und es ist teuer.

Was mit dem Rest der Welt geschieht

Analysten erwarten keine saubere Teilung in zwei Blöcke, sondern einen zersplitterten Markt. Auf der einen Seite ein amerikanisches System rund um Produkte, die heimische Militärstandards erfüllen. Auf der anderen chinesische Produkte, ausgerichtet auf niedrigen Preis und hohe Stückzahl, die sich nun verstärkt nach Europa, Südostasien, Lateinamerika und in den Nahen Osten ausbreiten.

Hier kommen wir ins Spiel. Schließt ein Markt, verschwindet die Ware nicht - sie sucht eine andere Tür. Eine Region ohne eigene Drohnen- oder Robotikproduktion, mit geringer Kaufkraft und schwacher Einfuhrregulierung für solche Geräte, ist genau das, was ein Hersteller als nächste Adresse sieht. Nicht als Bedrohung, sondern als Chance - für ihn.

Soumen Mandal, Chefanalyst bei Counterpoint Research, merkt an, dass amerikanische Firmen in der humanoiden Robotik in weit kleinerem Umfang arbeiten als die chinesischen. Und Yang Fang vom kalifornischen Start-up Beagle Technology erwartet, dass Robotik zunehmend regional wird, weil Unternehmen nach lokalen Arbeitskräftebedarfen entwerfen.

Die Frage für alle, die weder in Washington noch in Peking sitzen, lautet also: Wenn diese Geräte auch zu uns kommen - und sie werden kommen -, wer entscheidet dann, was über unseren Köpfen fliegen darf, und wer verwahrt die Daten, die sie sammeln? Einen Zoll dafür gibt es nicht.