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Sieben Migranten in einem Fiat Stilo bei Gevgelija: der Fahrer ist das billigste Glied der Route

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Sieben Migranten in einem Fiat Stilo bei Gevgelija: der Fahrer ist das billigste Glied der Route

Sieben Menschen zusammengepfercht in einem einzigen Fiat Stilo mit österreichischen Kennzeichen, am Steuer ein Fahrer ohne Führerschein. Das ist das Bild, das die Grenzpolizei gestern Abend an einer Kreuzung auf der Landstraße Bogorodica-Gevgelija stoppte. Der Fahrer - ein 36-Jähriger aus Strumica. Die Fahrgäste - vier aus Pakistan, zwei aus Afghanistan und einer aus der Türkei, alle illegal durch das Land transportiert.

Bei der Kontrolle kam eine zweite Ebene des Vergehens ans Licht: die Kennzeichen gehörten überhaupt nicht zu dem Fahrzeug. Gegen ihn folgt eine Strafanzeige nach drei Artikeln des Strafgesetzbuchs - wegen Migrantenschmuggels, Urkundenfälschung und rücksichtslosen Führens eines Kraftfahrzeugs. Die Migranten wurden in das Aufnahme- und Transitzentrum „Vinojug“ in Gevgelija gebracht.

Die Regionen Gevgelija und Strumica sind bereits bekannte Punkte der Balkanroute - dort, wo die Grenze zu Griechenland am nächsten ist, wo jeden Sommer Menschen durchziehen, die vor Krieg und Armut fliehen, und wo sich immer jemand findet, der diese verzweifelte Not nach Geld verkauft. Der 36-Jährige ist nicht das Ende der Kette, sondern ihr billigstes Glied - der Mann, der fährt, während er das ganze Risiko trägt.

Die Frage, die bleibt, ist bekannt und ermüdend vom Wiederholen: wie viele solcher Fiat Stilos ziehen unbemerkt vorbei für jeden einzelnen, den die Polizei anhält? Die Grenze bewachen Menschen, aber die Route halten Netzwerke. Und Netzwerke fahren selten selbst.