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Stürme über Ohrid: Wellen warfen Motorboote an den Strand, erreichten die ersten Häuser in Trpejca

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Stürme über Ohrid: Wellen warfen Motorboote an den Strand, erreichten die ersten Häuser in Trpejca

Der Ohridsee, den wir im Sommer sonst still wie Glas sehen, zeigte gestern ein völlig anderes Gesicht. Starke Winde hoben unkontrollierte Wellen, die die gesamte Uferlinie trafen. In Ljubaništa landeten Boote und Motorboote an den Strand geworfen, und in Trpejca überzogen die Wellen den Strand und erreichten die erste Häuserreihe. Die Schäden sind, laut lokalen Berichten, erheblich.

Der Struga-Teil des Sees war ebenso betroffen - am Campingplatz Gradište warfen die Wellen Motorboote aus dem Wasser. All das am selben Tag, an dem in den hohen Lagen des Šar-Gebirges, über 2.000 Metern, die Temperatur unter null fiel und Schnee fiel. Sommer und Winter prallten hundert Kilometer voneinander entfernt aufeinander, und dazwischen blieb das Ufer, um die Rechnung zu zahlen.

Solche Erscheinungen sind für die Sommerzeit wirklich selten, wenn der See sanft ist und Touristen nichts weiter als ein leichtes Kräuseln erwarten. Doch jähe Wetterwechsel und eine instabile Atmosphäre brachten heute ein anderes Bild - eines, das eher einem Herbststurm gleicht als einem Julitag.

Die Bürger begannen sofort, Warnungen zur Vorsicht zu teilen, besonders für jene an den Stränden oder nahe dem Wasser. Und das ist gut. Doch die Frage, die über jedem solchen Unwetter schwebt, ist eine andere: wie bereit sind wir für ein Wetter, das immer unberechenbarer wird? Der See entschuldigt sich nicht, bevor er tobt. Und wir reagieren noch immer erst, wenn die Motorboote auf dem Trockenen landen.