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„Deine Tochter ist verletzt, du brauchst Geld für die Operation“: zwei Mazedonier betrogen alte Frauen in Serbien

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„Deine Tochter ist verletzt, du brauchst Geld für die Operation“: zwei Mazedonier betrogen alte Frauen in Serbien

Das Telefon klingelt. Am Apparat ein „Arzt“ mit dringenden Nachrichten: deine Tochter hatte einen Unfall im Ausland, sie ist schwer verletzt, die Operation kostet - das Geld wird sofort gebraucht, jetzt. Eine alte Frau in Panik überlegt nicht zweimal. Und so blieben zwei Rentnerinnen in Vranje und Leskovac ohne Tausende Euro, Dinar und Gold. Und hinter dem Betrug - zwei mazedonische Staatsbürger, nun in Serbien verhaftet.

In Vranje übergab eine 70-jährige Frau eine größere Summe an einen Mann, der vor ihre Tür kam, nachdem sie am Telefon überzeugt worden war, ihre Tochter sei schwer verletzt. Der Verdächtige, R.Š., geboren 1977, wurde in der Nacht an einem Grenzübergang Richtung Mazedonien gefasst - in seinem Auto fand man Geld in Euro und Dinar. Obwohl das Opfer den Fall nicht einmal gemeldet hatte, erreichte ihn die Polizei dennoch.

In Leskovac ist die Geschichte noch konkreter. S.G., geboren 1995, soll eine 75-jährige Frau betrogen haben, die ihm 2.650 Euro, 120.000 Dinar und Goldschmuck übergab - überzeugt, ihre Tochter habe einen Verkehrsunfall gehabt. Diesmal gab es ein glückliches Ende: die Polizei fasste den Verdächtigen in der Nähe des Hauses der Frau, und das gesamte Geld samt Schmuck wurde ihr zurückgegeben.

Diese Masche ist nicht neu - sie ist auf dem ganzen Balkan unter mehreren Namen bekannt, doch der Mechanismus ist immer derselbe: er zielt auf die Verletzlichsten, die alten Menschen, die allein leben und für ihr Kind alles geben würden. Dass die Betrüger diesmal Mazedonier sind, die grenzüberschreitend arbeiteten, unterstreicht nur, wie wenig diese Netzwerke Grenzen kennen.

Die serbische Polizei appelliert erneut - besonders an Ältere - nicht auf solche Anrufe hereinzufallen und jedes verdächtige Telefonat sofort zu melden. Der Rat ist gut, aber nicht genug. Denn solange es einsame Großmütter gibt, deren Telefon sonst niemand anruft, wird es auch jemanden geben, der das ausnutzt. Die Frage ist, ob die Institutionen den Alten beibringen, sich zu wehren - oder ihnen nur sagen, es sei zu spät gewesen.