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Das Bakterium in Gostivar hat einen Namen, und die Stadt hat drei Tankwagen: bislang 4.684 Patienten

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Das Bakterium in Gostivar hat einen Namen, und die Stadt hat drei Tankwagen: bislang 4.684 Patienten

Pseudomonas aeruginosa. So heißt das Bakterium, das Gostivars Wasser seit Wochen untrinkbar macht. Bestätigt hat es Stojanče Angelov, Direktor der Direktion für Schutz und Rettung.

„Diese Bakterien machen das Wasser mikrobiologisch unbrauchbar und für den Verzehr unsicher, weil sie gesundheitsgefährdend sind“, sagte Angelov. Sie verursachten Haut-, Augen- und Ohrenentzündungen, bei empfindlichen Personen könnten sie zu Infektionen der Harnwege und der Lunge führen. Und er fügte eine Angabe hinzu, die jeder wiedererkennt, der mit Antibiotika gearbeitet hat: Sie sind gegen viele gängige Medikamente und Antibiotika hochresistent.

Drei Tankwagen für eine ganze Stadt

Die offizielle Verteidigung von ganz Gostivar besteht heute aus drei Tankwagen. Einer von der Feuerwehr „Gostivar“, einer von Bechtel und Enka, einer aus Bogovinje. Je zweimal wurden sie bislang zu den Bürgern geschickt, bis zum Abend sollen jeweils zwei weitere Fahrten folgen. Die Verteilung erfolgt in Abstimmung mit dem Gemeindestab für Schutz und Rettung.

Drei Tankwagen. Für eine Stadt mit Zehntausenden Einwohnern. Wasser aus dem städtischen Netz darf derzeit ausschließlich als Brauchwasser genutzt werden, die Hyperchlorierung läuft weiter. Der Kommunalbetrieb teilt mit, es seien Proben für physikalisch-chemische und bakteriologische Analysen entnommen worden; die Ergebnisse zeigen, wann das Wasser sicher ist.

Die Behörden kündigten an, die Menschen in Gostivar hätten bis Ende vergangener Woche sauberes Wasser. Nun beginnt eine neue Woche, und das Wasser kommt weiter mit Tankwagen. Ein Teil der Bewohner ist in die Geschäfte ausgewichen - die Nachfrage nach Flaschenwasser ist gestiegen, was heißt: Die Menschen bezahlen ihre eigene Wasserversorgung zweimal.

Die Zahl, die man behalten sollte: 4.684

Laut Bericht des Gesundheitsministeriums wurden am 2. August im Krankenhaus Gostivar 84 Erstuntersuchungen registriert, 27 mehr als am Vortag mit 57. Die Gesamtzahl der Patienten seither beträgt 4.684.

Das Ministerium betont, die epidemiologische Lage sei stabil und werde laufend beobachtet, die Zahl liege deutlich unter dem Höchststand vom 18. Juli mit 649 Untersuchungen an einem Tag. Das stimmt, und es ist eine gute Nachricht.

Aber 4.684 Menschen in einem Krankenhaus wegen Wasser aus der städtischen Leitung sind keine epidemiologische Angabe - das ist eine Rechnung. Und noch immer ist unbeantwortet, wer sie ausgestellt hat. Die Analysen sagen, wann das Wasser wieder einwandfrei ist. Keine Analyse sagt, warum es das nicht mehr war und wer verpflichtet gewesen wäre, das zu verhindern.