Durchgeladene Pistole auf der Straße bei Kruschopek: Die Grenze zwischen Polizeibericht und Beerdigung hielt ein fremder Nerv
07.08.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Wolodymyr Selenskyj soll am 8. August erstmals in Belgrad landen. Ein hoher ukrainischer Vertreter bestätigte die Information, und das Gewicht der Nachricht liegt nicht im Besuch selbst - sondern darin, wer hier wen empfängt.
Serbien pflegt seit Jahrzehnten die Nähe zu Moskau. Seit der russischen Invasion in die Ukraine 2022 versucht Belgrad, auf einem zwischen Kreml und Westen gespannten Seil zu balancieren, und ist bislang auf keine Seite gefallen. Selenskyjs Besuch ist das erste Mal, dass dieses Seil vor Kameras straff gezogen wird.
Gas wiegt schwerer als Symbole
Russland bleibt Serbiens zentraler diplomatischer Verbündeter, und die Abhängigkeit vom russischen Erdgas ist nicht rhetorisch - sie ist eine Rechnung, die jeden Winter kommt. Genau deshalb wird jeder symbolische Schritt Belgrads doppelt gemessen. Aleksandar Vučić nahm im Vorjahr an der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau teil. Dieses Jahr war er nicht dort.
Zugleich unternahm er im Juni 2025 seinen ersten offiziellen Besuch in der Ukraine, beim Gipfel Ukraine - Südosteuropa in Odesa. Am 15. Juli war er erneut in Kyjiw, als Teil einer Delegation europäischer Staatschefs zum Tag der Staatlichkeit. Drei Schritte Richtung Kyjiw, eine Abwesenheit in Moskau - Belgrads Buchführung ist ordentlicher, als sie aussieht.
Die Waffen, über die niemand laut spricht
Bestimmten Behauptungen zufolge lieferte Serbien indirekt Waffen an die Ukraine. Vučić wies diese Vorwürfe im Mai 2025 öffentlich zurück. Das Dementi ist die offizielle Position, die Behauptungen kursieren weiter, und dazwischen liegt eine Lücke, die niemand füllen will.
Der Balkan kennt diese Szene auswendig: ein Land, das mit allen ausgezeichnet auskommt und niemandem verpflichtet ist. Die Frage ist, wie lange das hält, wenn der ankommende Gast genau derjenige ist, gegen den der größte Verbündete Krieg führt. Am 8. August fällt die Antwort nicht in Worten, sondern darin, wer auf dem Foto neben wem steht.
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