КОЈ ЈА ПУШТИ АЛТА БАНКА ВО МАКЕДОНИЈА, КОЈ ТРЕБАШЕ ДА ЈА КОНТРОЛИРА И КОЈ ЌЕ ОДГОВАРА ЗА ПРОЦЕНКАТА НА РИЗИКОТ?
05.11.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Die Aufnahme stammt von einer Polizeikamera aus dem Zentrum von Ljubljana. Darauf sind einige Worte zu hören, die heute Beweismaterial in einem Gerichtsverfahren sind: „Ich werde sterben, bitte, ich kann nicht atmen.“
Der Mann, der sie sagt, heißt Armin Dzutovic und war 37 Jahre alt. Das Datum ist der 8. Dezember 2024. Die Polizisten waren gerufen worden, weil ein Mann Möbel auf der Terrasse eines Gastronomiebetriebs beschädigte. Das ist der Anlass - beschädigte Möbel.
Laut Anklage hielt der Polizist Jan Dovnik Dzutovic bei der Festnahme länger als eine Minute in einem Griff um den Hals. Nach dem Anlegen der Handschellen blieb Dzutovic mehrere Minuten regungslos liegen. Erste Hilfe wurde nicht sofort geleistet.
Drei Tage später erlitt er wegen Sauerstoffmangels einen Herzstillstand mit schwerer Hirnschädigung. Er starb am 11. Dezember 2024 im Krankenhaus.
Sechs Angeklagte und vier Minuten, die niemand erklärt
Dovnik ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Fünf weitere Polizisten - Tomaz Podobnik, Tomi Brdnik, Marko Goles, Maja Vojsk und Nika Marcic - sind angeklagt, keine rechtzeitige Hilfe geleistet zu haben.
Die interne Untersuchung ergab, dass die Fixierungstechnik unsicher und unverhältnismäßig angewandt wurde und die Erste Hilfe mehr als vier Minuten nach dem Herzstillstand verspätet kam. Der Gutachter Miroslav Zaberl formulierte seinen Befund mit seltener Direktheit: Der Griff war wahrscheinlich zu fest, dauerte zu lange, und der Polizist bemerkte nicht, dass der Mann nicht atmete.
Das Verfahren läuft vor dem Bezirksgericht in Ljubljana.
Was diesen Fall verändert
Eines unterscheidet Slowenien hier, und man sollte es benennen: Die Aufnahme wurde veröffentlicht, Anklage wurde erhoben, das Gutachten ist öffentlich, und die Namen aller sechs Polizisten stehen in den Akten. Die interne Untersuchung kam nicht zu dem Schluss, alles sei vorschriftsmäßig gewesen.
Das gibt einem Menschen das Leben nicht zurück und löscht keine dieser vier Minuten. Aber der Unterschied zwischen einem Staat, in dem eine solche Aufnahme ans Licht kommt, und einem Staat, in dem dieselbe Aufnahme schlicht nicht existiert - dieser Unterschied ist der ganze Sinn von Institutionen.
Deshalb ist die einzig sinnvolle Frage nicht die nach Dovnik. Er wird sich vor Gericht verantworten, wie es sich gehört. Die Frage ist, wie viel Zeit zwischen dem 8. Dezember 2024 und dem Tag verging, an dem die Öffentlichkeit die Aufnahme sah - und was eine Polizeibehörde in all den Monaten dazwischen tut.
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