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Serbien und Israel produzieren gemeinsam Drohnen: Vučić sagt "50-50", Recherchen ergeben 51-49

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Serbien und Israel haben ein Abkommen über die gemeinsame Drohnenproduktion geschlossen. Vučić stellte das Projekt als "50-50"-Modell vor und beschrieb die künftigen Drohnen als "unter den besten der Region, außerordentlich wirksam gegen gepanzerte Ziele."

Doch investigative Recherchen von BIRN und Haaretz erzählen eine andere Geschichte: Die tatsächliche Eigentümerstruktur zeigt, dass Israels Elbit Systems 51 Prozent hält, Serbien 49. Das "50-50"-Modell gilt offenbar nur bei Pressekonferenzen.

An der Partnerschaft sind Serbiens staatseigener Jugoimport-SDPR und der umstrittene israelische Rüstungskonzern Elbit Systems beteiligt. Kritiker kündigen bereits Debatten an, die über wirtschaftliche Fragen hinausgehen - zur geopolitischen Positionierung Serbiens und den Implikationen einer Verteidigungskooperation mit Israel in Zeiten internationaler Spaltung.

Serbien kauft weiterhin Waffen von Israel, Frankreich, China und anderen Partnern. Die Aufrüstung geht weiter, während die Region jeden neuen Panzer und jede Drohne mit einer Mischung aus Interesse und Sorge beobachtet. Modernisierung oder Vorbereitung? Kommt darauf an, wen man fragt.