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25 Denar für ein Kilo Ajvar-Paprika: Gemüsebauern aus Strumica kündigen eine Blockade der Straße nach Bulgarien an

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25 Denar für ein Kilo Ajvar-Paprika: Gemüsebauern aus Strumica kündigen eine Blockade der Straße nach Bulgarien an

Fünfundzwanzig Denar für ein Kilo roter Ajvar-Paprika. Das ist der Ankaufspreis, den die Verarbeitungsbetriebe den Gemüsebauern aus Strumica bieten. Nach einem ganzen Jahr Arbeit, Wasser, Dünger, Folie und saisonalen Katastrophen: fünfundzwanzig Denar. Zum Vergleich: Paprika für den Export wird zu 35 bis 45 Denar angekauft.

Die Landwirte aus Murtino protestierten heute und kündigten eine Blockade der Straße von Strumica zum Grenzübergang Novo Selo an - der Straße nach Bulgarien. Angeschlossen haben sich Gemüsebauern aus den übrigen Dörfern um Strumica.

„Es ist nicht normal, dass unsere Ernte nach einem ganzen Jahr Mühe, Schweiß und Kosten für elende 25 Denar je Kilo angekauft wird, zu einem Preis, der nicht einmal die eingesetzten Grundmittel für die Produktion deckt, als hätte die Arbeit des Bauern überhaupt keinen Wert", sagen die Erzeuger.

Die Zahl, die den Zorn erklärt

Laut den Erzeugern liegen die diesjährigen Ankaufspreise zu Erntebeginn 20 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zwanzig Prozent nach unten in einem Jahr, in dem die Produktionskosten nirgendwo auf der Welt um 20 Prozent gefallen sind.

Und es ist der zweite Schlag in derselben Saison. Dieselben Menschen retteten in diesem Jahr die Ernte vor Frühjahrshochwasser und bauten danach Gewächshäuser wieder auf, die vor zwei Wochen ein starker Sturm zerstörte. „Wissen die Zuständigen, wie produziert wird, wie wir uns beim Frühjahrshochwasser abgeplagt haben", fragen die Gemüsebauern.

Sie fordern eines: Landwirtschaftsminister Borche Serafimovski soll nach Strumica kommen und Aufkäufer und Verarbeiter an einen Tisch holen. Sie fordern keine Subvention, keinen per Dekret garantierten Preis. Sie fordern Vermittlung.

Warum das keine Lokalnachricht ist

Die Region Strumica ist das Gemüsebauherz des Landes. Rechnet sich die Produktion dort nicht mehr, heißt das nicht, dass Paprika vom Markt verschwindet - es heißt, sie kommt aus dem Import, zu einem Preis, den der Verbraucher zahlt und den der Bauer nie sieht.

„Wir leben von Krümeln und auf Kredit. Kommt der Minister nicht zu uns, warnen wir vor Blockaden der Straße nach Bulgarien", hieß es aus dem Verband, der den Protest initiierte.

Die Blockade einer Grenzstraße ist das letzte Mittel von Menschen, die keinen anderen Weg haben, gehört zu werden. Die Frage ist nicht, ob die Blockade gerechtfertigt ist. Die Frage ist, warum jedes Jahr dieselbe Diskussion erst beginnt, wenn der Traktor auf dem Asphalt steht.