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Die Donau auf dem tiefsten Stand seit hundert Jahren treibt die Strompreise: Mickoski sagt, bei uns wird es nicht teurer

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Die Donau auf dem tiefsten Stand seit hundert Jahren treibt die Strompreise: Mickoski sagt, bei uns wird es nicht teurer

Die Donau führt so wenig Wasser wie seit hundert Jahren nicht. Das klingt nach einer Nachricht für Geografen und ist tatsächlich eine Nachricht für Stromrechnungen in ganz Europa. Der geringere Durchfluss bedeutet, dass Kernkraftwerke in Ungarn, Tschechien und Rumänien nicht genug Kühlwasser haben, während das Wasserkraftpotenzial in Serbien und Bulgarien sinkt. Fällt Grundlast aus dem System, springt der Preis.

Premierminister Hristijan Mickoski sagt, Mazedonien betrachte diese Szene von außen. „Wir denken nicht über eine Erhöhung des Strompreises nach, sondern darüber, wie er sinken kann oder wie sich der günstige Tarifzeitraum verlängern lässt", erklärte er.

Die genannten Zahlen sind konkret: Die Speicher sind zu rund 70 Prozent gefüllt, im System liegen 500 Gigawattstunden gespeicherte Energie. Das reiche, so er, für Haushalte und Industrie, und deshalb werde es keine Sparaufrufe geben.

Der vorangegangene Test

Mickoski verwies auch auf die jüngste Krise um den Krieg im Iran und die Schließung der Straße von Hormus, als das Land, wie er sagt, ausreichende Reserven hatte, den Export nicht beschränkte, den Nachbarn half und die Preisstabilität hielt. Trifft das zu, ist es ein reales Argument - kein Versprechen, sondern ein bestandener Test.

Er erwähnte auch die Investition in den Windpark Alcazar in Shtip, Karbinci und Radovish als größte private Investition im Energiebereich. Und fügte dort einen Satz hinzu, der oft überhört wird: „Grundlast ist unverzichtbar. Erneuerbare Quellen können, selbst mit Batteriesystemen, die Grundlast nicht vollständig ersetzen."

Das ist eine ingenieurtechnische, keine politische Feststellung, und sie stimmt. Die Sonne arbeitet nachts nicht, Wind lässt sich nicht bestellen. Offen bleibt, was 2036 im mazedonischen System die Grundlast darstellt, wenn das Kohlekraftwerk Bitola keine Option mehr ist.

Der Zehnjahresplan

„Wir fühlen uns im Moment sicher und bequem, aber wir erstellen auch einen Plan für die nächsten zehn Jahre", sagt der Premier. Diesen Satz sagt jeder Regierungschef in der Region. Den Unterschied macht, ob der Plan ein Dokument mit Fristen und Finanzierungsquellen ist oder eine Aussage.

Zu siebzig Prozent gefüllte Speicher im August sind eine gute Zahl. Aber ein Speicher leert sich, und die Donau hat gezeigt, wie schnell sich die Rechnung eines ganzen Kontinents ändern kann. Wenn der Strompreis bei den Nachbarn springt, kommt der Druck auf das mazedonische System nicht über ein Kabel - er kommt über die Exportnachfrage.