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Tag der Pflegefamilien: die stillen Helden, die ein fremdes Kind als ihr eigenes annehmen - aber werden sie auch die übrigen 364 Tage unterstützt?

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Tag der Pflegefamilien: die stillen Helden, die ein fremdes Kind als ihr eigenes annehmen - aber werden sie auch die übrigen 364 Tage unterstützt?

Am 1. Juni, dem Tag der Pflegefamilien, fand im Zoo von Skopje eine Veranstaltung unter dem Motto „Jedes Kind braucht eine Familie" statt. Organisatoren waren das Kinderheim „11. Oktober", die Stadt Skopje und das Rote Kreuz, und das Ziel war zweifach - Pflegefamilien zu würdigen und neue zu gewinnen.

Anwesend waren die Frau des Premierministers Rozi Mickoska, der stellvertretende Sozialminister Gjoko Velkovski, der Bürgermeister von Skopje Orce Gjorgievski sowie Vertreter von Institutionen, Spender und die Pflegefamilien selbst. Die Botschaft war klar: Pflege ist eine humane Form der Fürsorge für Kinder ohne elterlichen Schutz.

Hinter den schönen Worten und den Fotos aus dem Zoo steht eine härtere Realität, über die selten laut gesprochen wird - wie viele Kinder in Mazedonien überhaupt auf eine Pflegefamilie warten und wie viele Familien sich tatsächlich melden. Die Veranstaltung rief die Bürger auf, sich über die Möglichkeiten der Pflege zu informieren, was an sich schon zeigt, dass der Bedarf größer ist als das Angebot.

Pflegefamilien gehören zu den stillsten Helden jeder Gesellschaft - Menschen, die ein fremdes Kind als ihr eigenes annehmen, ohne Kameras und ohne Belohnung. Die Anerkennung ist verdient. Doch echte Unterstützung misst sich nicht an einem Tag im Jahr und einer Veranstaltung, sondern an den Bedingungen, den Finanzen und der Hilfe, die ihnen in den übrigen 364 Tagen zur Verfügung stehen.