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Dividendensaison: NLB schüttet 35,7 Millionen Euro aus, Granit 49 Denar je Aktie - wessen Gewinn wird gefeiert?

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Dividendensaison: NLB schüttet 35,7 Millionen Euro aus, Granit 49 Denar je Aktie - wessen Gewinn wird gefeiert?

Die Dividendensaison an der Mazedonischen Börse läuft auf Hochtouren, und zwei Entscheidungen ziehen die Blicke auf sich. Die NLB Bank zahlt ihren Aktionären eine Dividende von insgesamt 35,7 Millionen Euro (2,19 Milliarden Denar), also 2.571 Denar je Aktie. Die Auszahlung ist für den 29. Juni angesetzt, anspruchsberechtigt sind Aktionäre, die bis zum 11. Juni registriert waren.

Die Zahl ist nicht klein. Im Vorjahr erzielte die Bank einen Nettogewinn von 79,3 Millionen Euro, und die Hauptversammlung beschloss, ihn dreizuteilen: Dividende, einbehaltener Gewinn und Reservefonds. Mit anderen Worten: Fast die Hälfte des Jahresgewinns landet direkt in den Taschen der Aktionäre.

Zugleich kündigte auch das Bauunternehmen Granit eine Dividende an - 49 Denar je Aktie, ein Bruttobetrag von rund 135,7 Millionen Denar, ausgezahlt aus angesammeltem, nicht ausgeschüttetem Gewinn, der noch aus dem Jahr 2008 stammt. Zwei verschiedene Geschichten, dieselbe Pointe: Kapital findet seinen Weg zurück zu denen, die es besitzen.

Dividenden sind legitim und ein Zeichen profitabler Unternehmen - das ist unstrittig. Strittig ist, was neben diesen Mitteilungen selten erwähnt wird: dass, während Aktionäre Millionen teilen, der Durchschnittslohn im Land kaum die 800-Euro-Marke berührt. Wenn eine Bank 35 Millionen Euro ausschüttet und zugleich jeder Bürger Gebühren auf jede Transaktion zahlt, lohnt sich die Frage, wessen Gewinn hier eigentlich gefeiert wird.