Die Grube in Kapistec wird zugeschüttet - vier Firmen, eine Baustelle, eine systemische Verantwortungslosigkeit
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die strategischen Ölreserven der USA (SPR) werden unter Donald Trump schneller geleert als unter Biden. Aktueller Stand: 374 Millionen Barrel - gegenüber 638 Millionen im Januar 2021. Das ist das niedrigste Niveau seit den 1980er Jahren.
Die Ursache erfordert keine große Recherche. Der Iran-Konflikt und die Blockade der Straße von Hormus haben die globale Öllogistik erschüttert. Vom Rohöl, das durch diesen Wasserkorridor floss, gingen zuvor ein Viertel aller weltweiten Ölexporte und ein Fünftel des Flüssigerdgases. Jetzt - ist ein Teil davon weg, und die USA leeren ihre Reserven, um das Vakuum zu füllen.
In der Woche, die am 15. Mai endete, wurden 9,9 Millionen Barrel entnommen - Rekord der letzten drei Jahre. Rund 50 Prozent davon gingen in den Export nach Asien und Europa. Analyst Matt Smith fasst es so zusammen: „Die USA sind im Grunde zum Lieferanten letzter Instanz geworden. Der Rest der Welt greift verzweifelt nach diesem Rohöl."
Andere Zahlen sind ebenso wichtig. Das Lager in Cushing, Oklahoma - entscheidend für die WTI-Preisbildung - fiel innerhalb von sieben Wochen von 33 auf 24,5 Millionen Barrel. Unter anderem ist das der Speicher, den der Markt als „Live"-Indikator beobachtet. Wenn Cushing sinkt, bewegen sich die Tankstellenpreise.
Die Ironie: Trump selbst kritisierte 2022, wie Biden die strategischen Reserven verbrauche - und tat das fast jede Woche im Wahlkampf. Jetzt verbraucht er sie schneller. Politik ändert sich mit dem Sessel, die Realität nicht.
Für den Balkan heißt das konkret etwas. Wenn die US-Reserven sinken, drückt das den globalen Markt nach oben - und das erreicht die Zapfsäulen in Skopje, Zagreb, Sofia mit fünf bis zehn Tagen Verzögerung. Dass man in einer solchen Phase nicht gleich auf Brent geht, ist schon die optimistische Prognose.
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