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Die Expertin: Im Urlaub sind Sie nicht körperlich müde, sondern mental gesättigt - und Kaffee wird nichts daran ändern

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Die Expertin: Im Urlaub sind Sie nicht körperlich müde, sondern mental gesättigt - und Kaffee wird nichts daran ändern

Sie kommen im Urlaub an und statt zu entspannen, spüren Sie Schwere im Kopf, grundlose Gereiztheit, Aufwachen um 4 Uhr morgens? Das ist keine körperliche Erschöpfung. Das ist mentale Sättigung, und das ist eine ganz andere Problemkategorie - eine, die sich mit Schwimmen und Eis nicht lösen lässt.

Die Expertin für kognitive Stimulation und mentales Wohlbefinden Catalina Hoffmann erklärt: Körper und Geist sind nicht dafür gebaut, dauerhaft im Alarmzustand zu leben. Trotzdem halten Menschen genau diese Aufmerksamkeitsstufen monatelang aufrecht - Zeitpläne, gesetzte Aufgaben, Verantwortungen, die ständig warten. Wenn der Urlaub endlich kommt, weiß das Nervensystem nicht, wie es ihn annehmen soll - und kollabiert in Kopfschmerzen, Schlafprobleme, Verdauungssignale.

Die Lösung ist nicht, mehr zu tun. Die Lösung ist, die Energie besser zu regulieren. Konkret? Erstens - digitale Abschaltung vor dem Schlafen. Blaues Licht und mentaler Lärm nach 22 Uhr lassen das parasympathische Nervensystem nicht aktiv werden. Zweitens - bewusstes Atmen. Eine Minute tiefes Einatmen kann eine Veränderung anstoßen, mit der vier „Strandwochenenden" nicht mithalten.

Drittens - lassen Sie den Perfektionismus los. Die Vorstellung, Produktivität könne zwölf Monate im Jahr auf Maximum laufen, ist eine Lüge. Der Balkan weiß das instinktiv - die Großväter gingen nicht zu Meditationscoaches, sie gingen in die Kafana. Doch die Generation der 25- bis 45-Jährigen, mit fünf Produktivitäts-Apps auf dem Handy, hat diese Balance vergessen. Urlaub ohne Vorbereitung ist kein Urlaub - es ist Stress mit wärmerem Ort.