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Városliget in Budapest: ein Park mit Zoo, Schloss und Thermalbädern - und ganz anders als der Hyde Park

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Budapest hat etwas, das London, Berlin und Wien nicht haben - Városliget, einen Park im Stadtzentrum, der Zoo, Schloss, Thermalbäder, Museen und eine achtjährige Restaurierung in einem perfekten europäischen Raum vereint. Ein Balkaner für ein Wochenende findet hier alles - von Erzengel Gabriel bis zum Restaurant Gundel.

Der zeigende Finger der Stadt verläuft über die Andrássy út - die elegante Allee, die die UNESCO als Welterbe gelistet hat und die oft mit den Champs-Élysées in Paris verglichen wird. Sie endet am Heldenplatz mit einer 36 Meter hohen Säule und dem Erzengel Gabriel auf der Spitze, der an die tausendjährige Geschichte Ungarns erinnert.

Im Park - die Burg Vajdahunyad. Gotik, Barock und Renaissance in einem Bauwerk, errichtet für die Nationale Ausstellung 1896. Netflix nutzte sie als Drehort für die Serie „The Witcher". Um die Burg herum - ein See. Im Sommer wird gerudert, im Winter Schlittschuh gefahren.

Das Ungarische Haus der Musik ist die neueste Attraktion. Entworfen vom japanischen Architekten Sou Fujimoto, mit einem Dach, das wie ein offenes Blatt wogt, und über 6.000 von Herbstlaub inspirierten Deckenelementen. Drinnen ist es kein traditionelles Museum - es ist eine Klangerfahrung. Ausstellungen von Flamenco bis Pop-Rock. Für Besucher, die Kunst wollen, nicht nur eine Führung.

Das Ethnografische Museum ist ein weiterer zeitgenössischer Eingriff - monumentale Architektur, Dachterrasse mit Stadtblick und kroatische, slowakische und siebenbürgische Einflüsse im selben Raum. Es zeigt ungarische Identität durch Objekte, Textilien, Handwerk.

Der Zoo ist einer der ältesten der Welt - und architektonisch einer der schönsten. Das Elefantenhaus mit orientalischen Kuppeln ist selbst eine visuelle Attraktion. Seit 1865 öffnet dieser Zoo seine Tore für die Öffentlichkeit - in über 160 Jahren hat er Generationen ungarischer Kinder aufgezogen.

Für jene, die den Park aus einer anderen Perspektive erleben wollen - die Széchenyi-Thermalbäder. Gelbe Barockmauern, Außenbecken und Ungarn, die im Wasser Schach spielen. Die Quellen kommen aus 1.000-1.200 Metern Tiefe, mit einer Quelltemperatur von 74-76 Grad. Und für jene mit Appetit - das Restaurant Gundel, seit 1894 in Betrieb, mit einer Küche, die alles aufgenommen hat - von Habsburgern bis zu ungarischen Nobelpreisträgern.

Budapest ist nicht so teuer wie Wien oder München. Von Skopje mit dem Auto - weniger als 10 Stunden. Der Zug ist bequemer. Und anders als bei Schengen-Touristenpaketen gibt es hier noch keine Massen, die den Charme töten. Városliget erkundet man in zwei Tagen. Behält man zehn Jahre.