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VMRO-DPMNE gegen Filipče: „Keine roten Linien, relativiert die bulgarische Negation und arbeitet mit prorussischen Geschäftsleuten"

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VMRO-DPMNE hat ihre jüngste Abrechnung mit dem Oppositionsführer Venko Filipče begonnen. Laut der Partei ist der SDSM-Vorsitzende „ohne rote Linien" - und relativiert die bulgarische Leugnung Mazedoniens, während er gleichzeitig die europäische Rhetorik beibehält. Anders gesagt - er verkauft ein politisches Doppelspiel.

Die Anklagepunkte sind konkret. Erstens - dass Filipče keine klare Position gegen die bulgarischen Behauptungen zur mazedonischen Nation und Sprache zeigt. Zweitens - dass seine engsten Mitarbeiter prorussische Geschäftsleute sind. Die Namen, die VMRO ins Spiel bringt - Onishchenko, Borče Markovski und Miodrag Divljević Daka - sind Personen mit einer langen Geschichte von Vorwürfen wegen Verbindungen nach Moskau und mit Geschäftslinien, die die Opposition seit Jahren kritisiert.

Manasievski, der Sprecher der VMRO-DPMNE, stellt die zentrale Frage - wie kann die SDSM eine europäische Ausrichtung beanspruchen, wenn die engsten Mitarbeiter ihres Vorsitzenden Personen mit prorussischer Orientierung und zweifelhaften Geschäftsbeziehungen sind? Die Partei argumentiert, dass diese Lücke zwischen „Rhetorik" und „Praxis" kein Zufall ist, sondern einen tiefen Widerspruch im Herzen von Filipčes Führung widerspiegelt.

Natürlich wird die SDSM all dies als politische Taktik abtun - und beim Timing hat sie wahrscheinlich Recht. Aber die Frage, die mazedonische Medien selten laut stellen, lautet anders. Welche Finanzlinien stehen genau hinter den beiden größten Parteien? Woher kommt das Geld für den Wahlkampf? Inwieweit wird mazedonische Politik in Wien, Moskau, Sofia oder Brüssel entschieden - statt in Skopje?

Die Frage ist rhetorisch - aber die Antwort ist real. Politik ohne transparente Finanzen ist Politik, in der das Volk realistisch betrachtet keine Stimme hat. Der ganze Balkan weiß das. Aber nur wenige haben den Mut, es laut zu sagen - weil sie selbst dasselbe Geld nehmen.