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Waffenruhe bricht nach zwei Monaten: Iran trifft Haifa, Teheran feiert, während die Sirenen heulen

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Waffenruhe bricht nach zwei Monaten: Iran trifft Haifa, Teheran feiert, während die Sirenen heulen

Die Waffenruhe hielt genau so lange, wie die meisten Waffenruhen im Nahen Osten halten - lange genug, dass alle aufatmen, zu kurz, um daran zu glauben. Am Abend des 7. Juni feuerte der Iran ballistische Raketen auf den Norden Israels ab, mit Haifa als Ziel. Es ist der erste iranische Angriff, seit am 8. April eine Flaute ausgerufen wurde.

Das israelische Militär (IDF) teilte mit, es habe Abschüsse aus dem Iran erkannt und arbeite an deren Abfang. Laut offizieller Mitteilung seien „zwei auf den Norden gerichtete iranische Raketen bereits abgefangen“ worden. Die Zahl der Opfer oder bestätigte Schäden wurden bisher nicht mitgeteilt - was in den ersten Stunden solcher Ereignisse üblich ist, da sich das Bild erst klärt, wenn sich der Staub legt.

In Teheran wurde Berichten zufolge auf den Straßen gefeiert, während die Raketen Richtung Israel flogen. Diese Szene - das Feiern eines Abschusses - ist auf beiden Seiten jedes solchen Konflikts dieselbe, nur mit vertauschten Flaggen. Und genau das ist aus der Ferne am schwersten anzusehen: Für die einen ist dies Rache, für die anderen eine Provokation, und für die gewöhnlichen Menschen unter den Sirenen nur eine weitere Nacht im Schutzraum.

Für den Balkan, der an eigene Waffenruhen gewöhnt ist, die ohne Vorwarnung zerbrechen, ist die Frage nicht, ob Waffenruhen im Nahen Osten gebrochen werden - das ist fast die Regel - sondern wie weit die Eskalation diesmal geht, bevor sich jemand wieder an den Tisch setzt. Denn eines ist sicher: Jede ausgetauschte Rakete macht die nächste Pause kürzer als die letzte.